Ohne Rückhalt kommt donum vitae nicht aus

Ohne Rückhalt kommt donum vitae nicht aus

Kreis Heinsberg. Einstimmig wurde Birgitta Wolff für weitere vier Jahre zur Vorsitzenden des im Jahr 2000 gegründeten Vereins donum vitae in der Region Heinsberg gewählt.

Zur Seite stehen ihr als Stellvertreter Elisabeth Diederichs und Franz Korte sowie als Beisitzerinnen Marie-Luise Lischka und Barbara Schmitz.

Bevor die elf anwesenden stimmberechtigten Mitglieder den neuen Vorstand wählten, blickten Birgitta Wolff für den Vorstand sowie Ute Boetzkes und Irina Naber als Mitarbeiterinnen der von donum vitae getragenen Beratungsstelle für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und Schwangere auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurück.

Insgesamt wurden im Vorjahr 253 Frauen in 474 Gesprächen beraten. Der Großteil der Frauen war im Alter zwischen 27 und 34 Jahren.

Dank an Förderer

Birgitta Wolff begrüßte zur Mitgliederversammlung auch Regionaldekan Günter Meis und dankte ihm für seine Verbundenheit und dessen der Tagesordnung vorausgeschickten „geistlichen Impuls”.

Weitere Dankesworte richtete sie an alle Mitglieder, Spender, Frauengemeinschaften und Missionskreise und Institutionen, die den Verein regelmäßig auch finanziell unterstützen und das Anliegen des Lebensschutzes zu ihrem eigenen fortdauernden Anliegen gemacht haben.

Ohne eine solche breite Basis käme, so Wolff, „diese völlig neue Einrichtung ohne Rückhalt in irgendeiner Großorganisation nicht aus”. Schließlich verfüge man „keineswegs über so ungeteilte breite Zustimmung wie ein Schützenverein oder eine Hospizbewegung”.

Wolff berichtete, dass donum vitae inzwischen weitgehend auch von den Bischöfen respektiert werde. Umgekehrt respektiere man deren Entscheidung, aus der gesetzlichen Beratung auszusteigen, „obwohl wir sie für falsch halten”.

Weiter sei sie der Meinung, dass es „fast unzumutbar ist, die Verantwortung mit rund 130.000 Euro Jahresumsatz und für drei Arbeitsplätze in die Hände eines ehrenamtlichen Vorstands zu legen”.

Die dabei erbrachte Leistung bezeichnete sie als „glaubwürdiges Zeugnis für die Übernahme von Verantwortung in Sache des Lebensschutzes und für praktizierte Nächstenliebe gegenüber dem erlebten Rückzug” und sei „gar nicht hoch genug zu bewerten”.

Insgesamt könnten die Beratungsstellen von donum vitae auch mit aktivem Engagement bei sexueller Prävention und für Kinderbetreuungsmöglichkeiten, mit konkreten Angebote für Schwangere und durch die Zusammenarbeit mit Institutionen nachhaltig dem teilweise noch bestehenden Vorurteil entgegentreten, man unterstütze lediglich Abtreibungen.

Wolff stellte die Bedeutung von donum vitae als Bewegung heraus, die das Geschenk des Lebens im Bewusstsein hält und auf vielfältige Weise vertritt.

Der derzeit 76 Mitglieder zählende Verein sei jedoch nur weiter lebensfähig, wenn mehr Mitglieder mobilisiert werden könnten.

Aus der Beratungspraxis berichteten Ute Boetzkes und Irina Naber. Die tatsächliche Zahl der Schwangerschaftsabbrüche könne man nicht ermitteln, da von den Frauen über ihre Entscheidung selten Rückmeldungen kämen. Für die Entscheidung eines Abbruchs seien oft finanzielle Gründe entscheidend.

Im Beratungsalltag würden zudem immer häufiger fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten beklagt.

Die Beratungsstelle für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und Schwangere befindet sich im Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Heinsberg an der Westpromenade 9.

Für Terminvereinbarungen steht Hanni Carduck zur Verfügung: 02452/155494. Informationen gibt es im Internet: http://www.donum-vitae-heinsberg.de´