Heinsberg: Offergeld erzielt Top-Ergebnis im Kreis Heinsberg

Heinsberg : Offergeld erzielt Top-Ergebnis im Kreis Heinsberg

Die Wahlbeteiligung war kaum geringer als vor fünf Jahren, doch die Verteilung der Wählergunst unterschied sich am Sonntag erheblich vom Wahlergebnis im Jahr 1999.

Besonders die SPD bekam dies zu spüren - in doppelter Hinsicht. Nicht nur die Partei verlor über fünf Prozent der Stimmen, auch die Bürgermeisterkandidatin Brigitte Skottke musste mächtig Federn lassen.

Schaffte Jaki Thönnißen bei der letzten Kommunalwahl immerhin 31,73 , so landete Skottke diesmal nur bei bescheidenen 16,6. Ursächlich hierfür sind jedoch weniger allzu schwache Leistungen der SPD in Heinsberg, sondern vielmehr die schlechte Großwetterlage und vor allem ein überragender Amtsinhaber Josef Offergeld (CDU).

Dieser schaffte es aufgrund seiner beachtlichen Erfolge für die Stadt, mit weit über 75 der Stimmen das beste Ergebnis aller Bürgermeister im Kreisgebiet und in der Kategorie der Städte mit einer Einwohnerzahl zwischen 40 und 60.000 sogar im gesamten Regierungsbezirk Köln zu erzielen. Redakteur Rainer Herwartz sammelte einige Stimmen zur Wahl.

„Es ist schon eine Sensation, dass man ein so hohes Ergebnis wie aus dem Jahr 1999 von über 62 noch einmal auf über 75 steigern kann”, freut sich der alte und neue Bürgermeister Josef Offergeld.

„Ich werte dieses tolle Ergebnis als Bestätigung meiner bisherigen Arbeit und danke allen Wählerinnen und Wählern, die mich durch ihre Stimmabgabe unterstützt haben. Besonders erfreulich ist, dass auch die CDU in Heinsberg gegen den Landestrend erheblich an Stimmen gewinnen konnte.

Das ist sicherlich das Resultat einer klar strukturierten und für die Bürger nachvollziehbaren und ehrlichen Politik. Für mich ist selbstverständlich, dass ich mich als Bürgermeister aller Bürgerinnen und Bürger fühle und danach meine zukünftige Arbeit ausrichten werde.”

Die SPD spricht ohne Umschweife von einem Debakel. „Allein mein eigenes Wahlergebnis mit rund 10 Verlust”, so Ralf Herberg, „war schlechter, als ich es je geträumt hätte. Wir haben klar gegen den Landestrend verloren.” Es gebe zwar viele Vermutungen, „aber so kurz nach der Wahl einen Schuldigen herauszustellen, halte ich für falsch”.

Überdies habe Brigitte Skottke (leider am Montag nicht zu erreichen) als Bürgermeister-Kandidatin einen engagierten Wahlkampf geführt. Und zum Ergebnis von Josef Offergeld meint er: „Man könnte glauben, die Stadt Heinsberg liege in Bayern.”

Obwohl die Grünen einen Sitz im Rat dazu gewinnen konnten, sagt Gisela Johlke mit Blick auf die Christdemokraten: „Ich finde solche massiven Mehrheitsverhältnisse nicht sehr glücklich, aber die CDU ist nunmal der absolute Wahlgewinner. Doch wir haben auch für unsere Arbeit nicht nur Bestätigung, sondern auch einen messbaren Erfolg erfahren. Mit dem Ergebnis, insbesondere kreisweit, können wir zufrieden sein. Wir werden gestärkt unsere Themen in die Ratsarbeit einbringen.”

Hans-Josef Marx (FDP) ergänzt: „Wir hatten damit gerechnet, dass die Grünen zu Lasten der SPD zulegen würden. Was mich persönlich etwas bedrückt, ist die mangelnde Wahlbeteiligung. Wenn man das FDP-Potenzial für Heinsberg betrachtet, können wir mit dem Prozentgewinn dennoch zufrieden sein. Ich sehe das Wahlergebnis als Aufforderung, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Das untermauern wir auch damit, dass wir uns in der künftigen Fraktion erheblich verjüngen werden.”