Hückelhoven: Offene Türen in der Sternenwarte

Hückelhoven : Offene Türen in der Sternenwarte

Will man die Gestirne des Himmels einer möglichst genauen Betrachtung unterziehen, kommt eigentlich nur ein Weg in Frage: der nach oben.

„Folgen Sie der Treppe bis zum Ende”, so ein Hinweis im Hauptgebäude des Gymnasiums. „Noch weiter! Nicht aufgeben”, heißt es im darüber liegenden Stockwerk. Das macht Mut. Hat sich der neugierige Besucher dann Stufe für Stufe hinaufgekämpft, erwartet ihn nicht nur ein Panoramablick über die Dächer der Stadt, sondern darüber hinaus ein Fenster zum Weltall.

Dort, über der Dachterrasse, befindet sich nämlich die Sternenwarte der Denkfabrik. Bestückt ist sie mit einem Teleskop der Marke Zeiss - eines von drei leistungsfähigen Sternenobservationsgeräten, die sich in Besitz der Astro-AG befinden. Am Samstag lud die eingeschworene Gemeinschaft alle Interessierten zum dritten deutschlandweiten Astronomietag in die kreative Kuppel.

Wer hätte das gedacht: Auch tagsüber lassen sich so manch wunderbare Entdeckungen machen am Firmament. Begehrtes Observations-Objekt ist vor allem die Sonne, deren Protuberanzen (Ausbrüche heißer Gase) mit Hilfe spezieller Filter für das menschliche Auge sichtbar gemacht werden können: Eindrucksvolle Bilder entstehen, wenn der Gigant im Zentrum des Sonnensystems feurige Materie bis zu 100.000 Kilometer weit ins All speit.