Selfkant: Österreicher nicht Opfer von Gewalttat

Selfkant : Österreicher nicht Opfer von Gewalttat

Der Österreicher, der am Dienstag mit einer schweren Kopfverletzung in Aachener Klinikum geflogen werden musste, ist nach Aussage von Oberstaatsanwalt Robert Deller keinem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Der Verletzte bewohnte derzeit in der Straße „Lind” mit zwei weiteren Österreichern ein Haus. Da die Verletzungen anfänglich den Verdacht eines Tötungsdeliktes begründeten, wurden die beiden 37- und 32-jährigen Kollegen des Verletzten festgenommen.

Nach intensiven Ermittlungen steht nun fest: Am Vorabend konsumierten die drei Österreicher in einem Restaurant erhebliche Mengen Alkohol.

Bei der Ankunft zu Hause stürzte der 40-Jährige und schlug mit dem Hinterkopf auf. Seine beiden Begleiter trugen ihn daraufhin ins Haus, ohne die weitreichenden Verletzungen ihres Mitbewohners wahrzunehmen.

Erst am nächsten Morgen sahen sie, dass er regungslos in einer Blutlache lag. Daraufhin verständigten sie einen Rettungswagen.

Da die Beiden nun den Vorwurf der Unterlassenen Hilfeleistung befürchteten, machten sie zunächst nur vage Angaben zum Unfallgeschehen.

Rechtsmediziner kamen zu dem Schluss, dass die Verletzungen des 40-Jährigen durch einen Sturz entstanden sein könnten. Da die weiteren Ermittlungen zudem die Angaben der Festgenommenen bestätigten, wurden diese entlassen.