Wegberg-Beeck: „Ode an die Freude” freut auch die Zuhörer in Beeck

Wegberg-Beeck : „Ode an die Freude” freut auch die Zuhörer in Beeck

Lang anhaltenden stehenden Beifall bekamen die Solisten, Sängerinnen und Sänger des Chores, Professor Ernst Erich Stender und Helmut Misgaiski, als die letzten Töne des 35. Orgelkonzertes in der bis zum letzten Platz gefüllten Pfarrkirche St. Vincentius verklungen waren.

Für die erkrankte Sopranistin Stefanie Kunschke war Silke Evers vom Mainfranken-Theater Würzburg kurzfristig eingesprungen. Uta Christina Georg, Mezzosopran, Markus Heinrich, Tenor, und Hayk Deinyan, Bass, alle an der Oper Mönchengladbach engagiert, sangen die Solopartien und Kirchenmusikdirektor Stender aus Lübeck hatte die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven, ursprünglich als Orchesterwerk komponiert, für Orgel bearbeitet.

Die Basis des vierten Satzes bildete ein Projektchor mit 108 Sängerinnen und Sängern des Kirchenchores St. Vincentius Beeck, der Chorgemeinschaft Cäcilia Rath-Anhoven und dem Männergesangverein Dorfspatzen Rath-Anhoven.

Seit Mai dieses Jahres hatten sie zunächst getrennt, dann stimmlich gemeinsam geprobt, um den Höhepunkt des Schaffens von Ludwig van Beethoven mit der Vertonung von Schillers „Ode an die Freude” den Konzertbesuchern nahe zu bringen.

Der inzwischen 63-jährige Professor Stender zeigte in den ersten drei Sätzen, dass das ursprüngliche Orchesterwerk auch mit einer Stockmann-Orgel aufgeführt werden kann. Er nutzte auch die ursprünglichen Stimmungen, die zwischen großem Orchester und zarten Intonierungen mit Flöten, Oboen und Klarinetten wechseln, in den Satzteilen Allegro (munter, fröhlich), Presto (lebhaft) und den langsamen (Andante) Passagen.

Im vierten Satz begleitete er einfühlsam die Solisten, Sängerinnen und Sänger. Die Solisten glänzten stimmlich hervorragend, und auch der Zusammenklang mit dem Chor war bis in die hohen Lagen hinein sauber. Dirigent Helmut Misgaiski hatte es geschafft, aus den drei doch unterschiedlichen Chören, die er alle leitet, einen hervorragenden Klangkörper zu machen, der aufeinander abgestimmt und abgewogen sehr präzise und sangesfreudig eine beachtliche Leistung zeigte. Lediglich bei einigen Fortepassagen dominierten die Frauenstimmen ein wenig.

Vorstandsmitglied Heinrich Heinen freute sich zu Beginn der Veranstaltung, dass es dem Kulturförderkreis Opus 512 gelungen war, nach dem Erfolg mit der Aufführung der 1. und 5. Sinfonie von Beethoven im Jahre 2005 erneut Professor Stender verpflichten zu können und begrüßte besonders Bürgermeisterin Hedwig Klein und den Ehrenbürgermeister Fritz Jacobs.