Oberbruch: Oberbrucher Schüler helfen Not lindern

Oberbruch : Oberbrucher Schüler helfen Not lindern

Mit finanzieller Hilfe aus der Gemeinschaftshauptschule Oberbruch wird ein wichtiger Beitrag zum Aufbau eines durch das Seebeben zerstörten Fischerdorfes in Südindien sowie zur Finanzierung von Impfungen und der Unterkunft von Waisenkindern geleistet.

Sie sind gemeinsam viele Kilometer gelaufen, haben geschwitzt, von Tür zu Tür gesammelt und überzeugt, Verkaufsstände bei Schulfesten organisiert und betreut und zogen jetzt ihre Jahresbilanz.

7700 Euro haben Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Oberbruch im vergangenen Jahr mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Eltern und Lehrer für soziale Zwecke erwirtschaftet.

Hunderte kleinere und größere Einzelbeträge trugen zum stolzen Gesamtergebnis bei, das jetzt von Schülersprecher Simon Elsner, von Maritta Norbert und Wilfried Rick von der Elternpflegschaft sowie von Schulleiter Michael Schmitt und Vertrauenslehrer Bernd Apweiler stolz verkündet und übergeben wurde.

Spendenscheck

Heribert Kamps, Vorsitzender des Indienhilfswerks Heinsberg e.V. , staunte nicht schlecht, als er den Spendenscheck überreicht bekam, mit dem in diesem Jahr die Flutopferhilfen des von ihm mit gegründeten Vereins unterstützt werden.

Schulleiter Michael Schmitt erinnerte daran, dass die Hauptschule schon seit drei Jahrzehnten das Indienshilfswerk und dessen Projekt „Live Help Centre” im indischen Madras unterstützt.

Heribert Kamps, der lange als Lehrer an der Schule tätig war, setzt sich seit seinem Ruhestand vorrangig für die Menschen in Südindien ein und sorgt für kontinuierliche Informationen in den Schulen und in der Öffentlichkeit insgesamt.

Weil im Umfeld der vom Indienhilfswerk geförderte Einrichtung in Madras auch tausende Menschen von den Auswirkungen der Flutkatastrophe betroffen sind, gehen die derzeitigen Hilfen weit über die eigentlichen Aufgaben wie Betreuung und Unterricht für Kinder und Jugendliche dort hinaus.

Deshalb, so Schulleiter Michael Schmitt, habe sich die Schulkonferenz entschieden, den 2004-Erlös ganz dem Indienhilfswerk zur Verfügung zu stellen.

Partnerschaftsprojekt

Auch das Partnerschaftsprojekt der Rurtalschule im russischen Pskow und der Hilfsverein „Wir für Ruanda” werden bereits seit Jahren von der Hauptschule unterstützt.

Schmitt lobte den „überaus großen Einsatz der Schülerschaft und ihrer Eltern bei Schulveranstaltungen”, wodurch die große Hilfsleistung möglich wurde.

Wie er betonte auch Bernd Apweiler als Verbindungslehrer zur Schülervertretung, dass die Hauptschule traditionell engagiert sei, wenn es um den Einsatz für bedürftige Menschen in anderen Ländern geht.

„Euer Geld kommt direkt an!” dankte Heribert Kamps und berichtete über die aktuelle Situation und beeindruckende Hilfsaktionen vor Ort, die auch in Partnerschaft mit AWO International verwirklicht werden.