Oberbruch: „Nun beginnt die schönste Zeit”

Oberbruch : „Nun beginnt die schönste Zeit”

„Endlich haben wir sie wieder, die fünfte Jahreszeit”, sprach Heinz-Leo Heinrichs, Präsident des Komitees Heinsberger Karneval, den zahlreichen Karnevalsfreunden aus dem Herzen, die am Freitag zur Proklamation des neuen Stadtprinzenpaares in die Festhalle Oberbruch gekommen waren.

Dort stand bereits das Geburtstagskind, die 75-jährige Karnevalsgesellschaft „Brööker Waaterratte”, in den Startlöchern - sie stellt in Person von Heinz I. und Helga (Hennebrüder) das nunmehr fünfte Brööker Stadtprinzenpaar.

Bevor es für die neuen Herrscher über das Heinsberger Land die dazugehörigen Insignien gab, galt es, Abschied zu nehmen von gleich zwei scheidenden Prinzenpaaren.

Nicht leicht fiel es Waaterratten-Präsident Helmut Frenken und HKV-Präsident Kalle Mohnen, das Waaterratte-Prinzenpaar Hubert IV. und Anita (Jansen) sowie das vom HKV gestellte letztjährige Stadtprinzenpaar Klaus II. und Renate „vom Thron zu schubsen”.

Stürmische Begrüßung

Wie in jedem Jahr warteten bereits die nächsten Anwärter auf das höchste Narrenamt im Heinsberger Land auf ihren Einsatz und bahnten sich flugs ihren Weg durch die applaudierende Besuchermenge.

Empfangen vom Komiteepräsidenten Heinz-Leo Heinrichs, dem stellvertretenden Bürgermeister Walter Geiser sowie vom närrischen Elferrat, erlebten Prinz Heinz I. und Prinzessin Helga eine erste stürmische Begrüßung, die sofort närrische Funken überspringen ließ.

Das Sahnehäubchen der Stadtprinzenproklamation „versprühte” sodann Walter Geiser, der den Besuchern so manches Anekdötchen auftischte.

„Eine geniale Idee”

„Stadtprinz Heinz, das ist jedem bekannt, wird außer Heinz auch noch Hennebrüder genannt. Die Taktik der Brööker Waaterratte ist ganz klar zu erkennen, denn ihr voriger Stadtprinz war zwar kein Bruder, kam aber auch von den Hennen.

Die Idee der Brööker finde ich genial, sie beziehen ihre Stadtprinzen aus dem Hühnerstall. Als pfiffiger Maschinenbauingenieur hat er schon früh erkannt, wie die Uhren gehn im Heinsberger Land. Nicht auf Umwegen oder Irrwegen ist er nach Oberbruch gekommen, nein, er hat den sicheren Erdweg genommen.

Dreimal tick tack hat es gemacht, und so hat er Ernst um seine Tochter gebracht. So, liebes Prinzenpaar, nun ist es soweit, jetzt beginnt für euch die schönste Zeit”, rief Walter Geiser den neuen Tollitäten zu und übereichte Zepter sowie einen schmucken Blumenstrauß.

Nun war es für Präsident Helmut Frenken an der Zeit, in das mit lauter Höhepunkten gespickte Programm einzusteigen. „Wo sind all die Indianer hin?”, fragte die Showtanzgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft, die ihrer Mitstreiterin, Prinzessin Helga, ein tänzerisches Geschenk darbot.

Sodann hielt „Der lustige Rheinländer” alias Hans Jürgen Pinter Einzug, ehe die Seniorentanzgarde mit 24 jungen Damen über das Parkett fegte. Schon vielfach als Deutsche Meisterin gefeiert und gekürt, schnürte auch Tanzmariechen Saskia Krappen ihre Schuhe und überbrachte mit ihrem Showtanz ein mitreißendes Jubiläumsgeschenk an die „Brööker Waaterratte”.

Humor vom Feinsten lieferte Oliver Hoff, der das kölsche Original Willi Millowitsch und dessen Lieder weiterleben lässt. Närrische Redekunst lieferten auch „Ne bonte Pitter” sowie das Bauchrednerduo „Klaus und Willi” ab. Die Showtanzgruppe „Happyness” zog mit spanischem Temperament alle Register.

Mit „De Botzedresse” aus Niederzissen ging es schließlich hinein in ein mitreißendes Finale, das zu später Stunde die Stadtprinzenproklamation abrundete.