Wassenberg: Nostalgischer Charme: Ein Garten für die Erinnerung

Wassenberg : Nostalgischer Charme: Ein Garten für die Erinnerung

In „Küsters Garten” zwischen Burg, großem Wehrturm, Propsteikirche und Terassenanlagen am Gondelweiher entsteht ein weiterer landschaftsgestalterischer Schwerpunkt.

„Kösteesch Jaad”, wie der uralte Grünbereich an der Stadtmauer auch heißt, wird in Zukunft noch mehr nostalgischen Charme entwickeln. Er soll zum „Erinnerungsgarten” für Hochzeitspaare und bei besonderen Jubiläumsanlässen werden.

Ein erster Schritt wurde jetzt getan mit dem Pflanzen des ersten Erinnerungsbäumchens, eines Wassenberger Sämlings mit ersten rosa Blüten, zum bleibenden Erinnern an die kürzliche Diamantene Hochzeit des Wassenberger Ehrenbürgers Hanns Heidemanns und seiner Ehefrau Ilse. Den Wassenberger Sämling als erstes Erinnerungsbäumchen zu wählen, hat auch eine besondere Bedeutung, denn der ungemein beliebte besonders aromatische Pfirsich hat seit einigen Jahren nicht mehr die frühere Bedeutung.

Begleitet wurde die kleine Zeremonie von Bürgermeister Manfred Winkens, Herbert Zantis, dem Vorsitzenden der Projektgruppe Kunst und Kultur, Ingenieur Jens Beek sowie Sepp Becker, der als Heimatvereinsvorsitzender und als Vorsitzender der Gruppe Tourismus an sinnvoller Gestaltung von Historie, Landschaft und Kultur großes Interesse hat.

Der mächtige Mammutbaum in „Küsters Garten” hat eine besondere Bedeutung, denn er hat auch den schweren Kriegswirren in seiner Nähe überstanden. Es gab hier noch mehr botanische Besonderheiten neben einigen arzneiwirksamen Pflanzen, die von der Arztfamilie Dr. Küsters, den Besitzern des Gartens und des großen Couvenhauses (früher Finanzamt und leider abgebrochen), zur Herstellung von Hustenmitteln genutzt wurden.

„Küsters Garten” ist also nicht nur eine nostalgische Besonderheit im botanischen Sinne, sondern auch ein Garten mit Blick in die Zukunft, der auch jungen Paaren Glück bringen soll. Dem Diamantenen Hochzeitspaar galten natürlich noch herzliche Glückwünsche.