Erkelenz: Nordtangente heißt Düsseldorfer Straße

Erkelenz : Nordtangente heißt Düsseldorfer Straße

Mit knapper Mehrheit, bei acht gegen sechs Stimmen, beschloss der Hautptausschuss die Nordtangente, die Umgehungsstraße nördlich des Baugebietes Nord von der B57 zur Autobahnhauffahrt Terheeg, in Düsseldorfer Straße umzubenennen.

„Die Straße ist den meisten bereits als Nordtangente ein Begriff”, hatte Hans-Josef Dederichs von den Grünen begründet, warum er gegen die Umbenennung der Straße war. Mit dieser Meinung stieß er bei der Verwaltung auf offene Ohren. Denn nach deren Ansicht „besteht zum derzeitigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit, der Nordtangente einen Straßennamen zu geben, da sich der Begriff Nordtangente in der Bevölkerung etabliert hat, ohne dass es sich dabei um einen formell festgelegten Straßennamen handelt”.

Auch Heinz-Josef Kloeters (SPD) schloss sich dem an: „Ich bin dafür den Namen im Moment zu belassen, wie er ist, zumal dort noch nicht einmal eine Bebauung ist.” Bei sechs Ausschussmitgliedern vielen diese Einwände auf fruchtbaren Boden, die übrigen acht schlossen sich dem Vorschlag des Bezirksausschussvorsitzenden von Erkelenz-Mitte, Hatto Haak (CDU) an.

Der Bezirksausschuss hatte seinerseits diesen Vorschlag damit begründet, dass über die Nordtangente eine indirekte Anbindung an die A 46 in Richtung Düsseldorf bestehe und mit der Namensgebung auf die Verbindung der Stadt Erkelenz zur Landeshauptstadt hingewiesen werden solle.

Nach dem diese Entscheidung sehr knapp ausgefallen und getroffen worden war, herrschte bei der Umbenennung von Straßen in dem Bereich zwischen der Tenholter Straße und dem Freiheitsplatz in Erkelenz-Mitte dagegen traute Einigkeit. Einstimmig beschloss der Ausschuss die neu erstellte Straße vor dem Amtsgericht-/Polizeigebäude Kölner Straße zu nennen.

Darüber hinaus heißt das neu erstellte Straßenstück von der Einmündung Tenholter Straße bis zum parallel zur Tenholter Straße verlaufenden Heinrich-Jansen-Weg nun Atelierstraße. Diesen Namen hatte ebenfalls der Bezirksausschuss mit der Begründung, dass sich im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in diesem Bereich überregional bekannte Bildhauer-Ateliers befunden hätten, vorgeschlagen.

Mit dieser Namensgebung könnte dieser Aspekt der Stadtgeschichte in Erinnerung gebracht werden, meinte der Bezirksausschuss-Vorsitzende Haak.