Erkelenz: Noch vor 2017 am Bauxhof etwas Neues?

Erkelenz : Noch vor 2017 am Bauxhof etwas Neues?

Die Abrissarbeiten der Gebäude am Bauxhof bringen Gesprächsbedarf in der Erkelenzer Politik mit sich. Denn nun stellt sich die Frage, wie das Gelände des Übergangsheims zukünftig genutzt werden soll.

Die Grünen brachten zum Beispiel ein ökologisches Mehrgenerationen-Wohnprojekt ins Spiel. Dafür, so ihre Argumentation, eigne sich das Bauxhof-Gelände mit seiner Fläche von rund 35000 Quadratmetern in relativ zentraler Lage. Das Gelände biete gute Voraussetzungen für das Wohnen in einer altersgerechten Nachbarschaft.

Die SPD in Erkelenz bezeichnetden Vorstoß der Grünen als „verfrüht”. Sie plädiert für eine „ergebnisoffene Gestaltung” bei einem Planungsprozess unter Einbeziehung der Bürger. Der Fraktionsvorsitzende Rainer Rogowsky betonte, dass sich Erkelenz zurzeit „in rasantem Tempo” verändere.

In diesem Zusammenhang müssten Stadtentwicklungsprozesse weitaus stärker unter Einbeziehung der Bürger gestaltet werden. Um eine sinnvolle Nutzung des Bauxhof-Geländes zu finden, dürfe man den Prozess nicht durch starre Vorgaben beschränken. Die CDU sieht sich noch lange nicht in einem Planungsstadium und verweist auf die bestehende rechtliche Situation, die sie in einem Brief an die übrigen Ratsfraktionen und den Bürgermeister mitteilt: „Eine Umwidmung der Übergangsheime in Oerath, Bauxhof und Bellinghoven ist aufgrund von vertraglichen Bindungen bis 2017 nicht möglich.”

Diese Bindung habe nach wie vor Bestand, obwohl die Liegenschaften nicht mehr genutzt oder benötigt werden. dadurch bestehe keine Möglichkeit, die Örtlichkeiten anderweitig zu nutzen. Es sei daher zunächst „sinnvoll und anzustreben”, eine Umwidmung vor Ende der Bindungsfrist zu erreichen. Die CDU-Fraktion fragt daher die Verwaltung, ob sie entsprechende Verhandlungen mit den zuständigen Behörden führe.