Hückelhoven-Kleingladbach: Nicht gereizt: 10.000 Euro futsch

Hückelhoven-Kleingladbach : Nicht gereizt: 10.000 Euro futsch

In Skatkreisen ist der in Kleingladbach wohnende 41-jährige Roland Bünten schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. In Berlin hat er am vergangenen Wochenende in einem Online-Turnier den zweiten Platz belegt und damit 15.000 Euro gewonnen.

Bünten hat nach dem Fachabitur eine Landwirtschaftslehre gemacht und arbeitet heute als Kraftfahrer bei einem Hildener Unternehmen. Unser Redakteur Norbert Schuldei unterhielt sich mit dem Mann, der für viele Skatkenner als einer der besten Spieler im weiten Umkreis gilt.

Sie haben 15.000 Euro in einem Skat-Turnier gewonnen. Mit Skatspielen kann man also Geld verdienen?
Bünten: Wer sich darauf verlässt, der sollte es lieber sein lassen. Dass ich jetzt so viel Geld in einem einzigen Turnier gewonnen habe, das ist die absolute Ausnahme.

Was war das eigentlich für eine Veranstaltung, bei der Sie am Ende Zweitplatzierter wurden?
Bünten: Das war das so genannte „Masters”. Das ist eine Veranstaltung des Internetportals Gameduell in Zusammenarbeit mit dem DSF gewesen. Dabei wurden in Skat-Online-Qualifikationsturnieren unter rund 5000 Teilnehmern 100 Finalisten ermittelt, die an zwei Wochenenden in Berlin den Sieger ausspielten. Ich war bis zum Schluss dabei.

Wieviel haben Sie insgesamt eingesetzt, um in die Finalrunde zu kommen?
Bünten: Der erste Start kostet 20 Euro, jeder weitere dann zehn Euro. Ich habe, glaube ich, 25 Starts gebraucht. Das ist relativ viel.

Also haben Sie rund 250 Euro investiert, um nachher 15.000 zu bekommen.
Bünten: Korrekt.

Trauern Sie den entgangenen 10.000 Euro nach?
Bünten: Natürlich hätte ich die gerne mitgenommen. Aber der Junge, der die gewonnen hat, der hat sie verdient. Der hat zwar noch nie an einem Turnier teilgenommen und hat einfach drauflos gespielt, und ich habe mich zu defensiv verhalten. Aber er hat fair gespielt. Sein Sieg geht schon in Ordnung.