Hilfarth: Neues Kapitel in Hilfarther Geschichtsbüchern

Hilfarth : Neues Kapitel in Hilfarther Geschichtsbüchern

Bis auf den letzten Platz belegt war die Pfarrkirche St. Leonhard Hilfarth bei der feierlichen Messe, die Bischof Heinrich Mussinghoff zelebrierte.

Der gut besuchte und sehr festliche Gottesdienst war der gelungene Auftakt für viele weitere kirchliche Veranstaltungen anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Pfarrgemeinde Sankt Leonhard Hilfarth.

„Die Pfarrgemeinde St. Leonhard Hilfarth kann auf eine Geschichte von 200 Jahren zurückblicken”, meinte daher Bischof Mussinghoff zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes zu den vielen Christen in seiner Predigt.

Anfang des 19. Jahrhunderts sei das Kloster unter der Franzosenherrschaft aufgehoben worden, und seit 1803 habe die Klosterkapelle als Pfarrkirche gedient. Zwar kenne die Kirche kein genaues Datum über die Pfarrgründung, „aber die Kirchenbücher beginnen 1803”.

In den Jahren 1904 bis 1906 sei schließlich die neue Kirche erbaut worden, die dann von Kardinal Fischer, dem Erzbischof von Köln, 1911 eingeweiht wurde.

Allein diese wenigen geschichtlichen Daten würden bereits veranschaulichen, dass an diesem Ort schon „im 11. Jahrhundert dörfliches und bald auch klösterliches Leben war”, betonte Mussinghoff erfreut, der findet, dass Jubiläen ein Anlass seien, „in Dankbarkeit zurückzuschauen, aber auch den Blick nach vorn zu richten”.

Und solange die Kirche stehe, sei sie ein lebendiges Zeugnis für den Glauben am Ort, so Mussinghoff in seiner Predigt. Die Kirche sei ein Ort, in dem die Christen Trost und Hilfe erfahren.

„Generationen von Christen aus unseren Familien vor uns haben hier ihren Glauben gelebt und Orientierung für ihr Leben gefunden. Und ich hoffe und wünsche Ihnen, dass auch Sie und die künftigen Generationen in dieser Kirche, in diesem unseren Glauben die Mitte unseres Lebens finden und vom Evangelium Christi her ihr Leben und das Leben des Dorfes gestalten.”

Denn die Kirche versammle alte wie junge Christen und füge sie zu einer Einheit zusammen. Ein schöner Beweis dafür sei die enge und vor allem auch sehr freundschaftliche Verbindung der beiden Kirchenchöre St. Cäcilia Hilfarth und St. Dionysius Doveren, die gemeinsam mit dem Mandolinenorchester „Rurperle” aus Hilfarth, den Gottesdienst zu einem besonderen Ereignis werden ließen.

„Das ist mein Wunsch für Sie zum Jubiläum, dass die Kirche und damit der christliche Glaube die Mitte Ihres Lebens sei, bleibe und immer mehr werde.”

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst fand im Pfarrzentrum noch ein Empfang statt, bei dem der Pfarrgemeinderat es sich nicht nehmen ließ, Bischof Mussinghoff ein kleines Präsent zu überreichen: „Dies ist ein historischer Tag, der in die Geschichtsbücher in Hilfarth eingehen wird”, hieß es da feierlich.

Die nächste festliche Veranstaltung anlässlich des 200-jährigen Bestehens findet am Mittwoch, 12. Februar, ab 18 Uhr statt. Bischof Mussinghoff zelebriert den Gottesdienst anlässlich der Firmung.