Wassenberg: Neue Formen der Bestattung

Wassenberg : Neue Formen der Bestattung

„Wohin mit dem Toten?”: Provozierend klang der Titel des letzten „Wassenberger Hospizgespräches” über neue Bestattungsformen und den sichtbar gewordenen Wandel in der Bestattungskultur.

Das große Restaurant des Johanniterstiftes erwies sich als fast zu klein angesichts des Andranges und des Interesses an diesem Themenfeld. Resonanz und Diskussion zeigten, dass Bestatten kein Tabu mehr ist, sondern heute offen darüber gesprochen wird, zumal in vielen Kommunen inzwischen bereits Streufelder eingerichtet wurden.

Bestatter Markus Forg aus Erkelenz wußte nach drei Beisetzungen im Friedwald bei Bad Münstereifel mitzuteilen: „Zwei Familien bereuen es schon, denn sie haben keine Möglichkeit, Blumen abzugeben oder die Grabstätte persönlich zu gestalten”. Bestatter Forg beobachtet eine zweifache Veränderung in der Bestattungskultur: zum einen eine gewisse Tendenz zur „Entsorgungsmentalität”.

Dort wo Menschen sehr alt geworden sind und Angehörige nicht mehr in der Nähe wohnen, suche man nach „billigen” Lösungen. Der gegenläufige Trend sei die bewusste Gestaltung der Trauerfeier als „Event” mit besonderer musikalischer Gestaltung und die Verbindung bewährter kirchlicher Rituale mit neuen Symbolhandlungen, die öfter gefragt würden.