Oberbruch: Neue Brücke über Wurm nimmt Gestalt an

Oberbruch : Neue Brücke über Wurm nimmt Gestalt an

Es ist schon ein imposantes Schauspiel, wenn der riesige Kran seinen mächtigen Arm erhebt, um die 32 Tonnen schweren Stahlbetonfertigteile durch die Luft schweben zu lassen, als wären sie aus Pappe.

Vier dieser Fertigteile wurden am Donnerstag nebeneinander zu der neuen Wurmbrücke zusammen gefügt, die bei der Erschließung der Oberbrucher Industriepark-Erweiterung und der allgemeinen Verkehrsentlastung eine entscheidende Rolle spielen wird.

Bald elf statt vier Meter

Dort, wo früher nur ein vier Meter breites Brücklein für den Landwirtschaftsverkehr über die Wurm führte, wird bis Ende des Jahres eine elf Meter breite Querung entstehen. Außerdem wird die Ferdinand-Porsche-Straße, die bislang im hinteren Teil ab Teppich Jäger in Richtung Brücke als Wirtschaftsweg verläuft, ausgebaut.

Die Bauunternehmung Florack hatte mit den Arbeiten an der Brücke zum 1. Oktober begonnen. Bauingenieur Josef Speis aus Oberbruch ist für Entwurf, Statik und Bauleitung verantwortlich.

Kraft für 300 Tonnen

Die schweren Stahlbetonfertigteile, die am Donnerstag an nur einem halben Arbeitstag eingebracht wurden, entstanden zuvor im hiesigen Florack-Werk. Der Kran, der hierfür benötigt wurde, ist in der Lage, noch bei einer Auslegung von 3,30 Meter bis zu 300 Tonnen Gewicht zu bewegen.

Um seine Standfestigkeit zu gewährleisten, musste extra ein Schwertransporter die entsprechenden Gegengewichte anliefern. Insgesamt 110 Tonnen, die dem Kran - quasi Huckepack - aufgeladen wurden.

Wenn die Brückenteile installiert sind, trägt das vor Ort aus sechs Mitarbeitern bestehende Florack-Team noch eine verbindende Betondecke auf.