Heinsberg: Neue Bilder von Michel Saran für Musiksaal

Heinsberg : Neue Bilder von Michel Saran für Musiksaal

Fünf weitere Bilder des in Selfkant-Millen lebenden Künstlers Michel Saran werden künftig den neuen Musiksaal des Kreisgymnasiums Heinsberg schmücken.

Sein Tryptichon als Mahnung gegen Krieg und Gewalt zu Ehren der im Krieg gefallenen Schüler und Lehrer der Schule schmückt bereits seit 1971 das Pädagogische Zentrum.

In einer Feierstunde wurden wiederum vom Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen des Kreisgymnasiums erworbenen neuen Bilder offiziell übergeben.

Dr. Richard Nouvertné begrüßte dazu als Vorsitzender des Vereins unter anderen zahlreiche Sponsoren, Schulleiterin Annegret Krewald, Dr. Müllejans-Dickmann, die Leiterin der Kreismuseen, Kreisdirektor Peter Deckers und den ehemaligen Schulleiter Franz-Josef Lennartz, auf dessen Anregung hin der Förderverein Ende der 80er Jahre neu belebt wurde.

In einem Rückblick ging Nouvertné auf die Geschichte des Fördervereins ein, dessen Wurzeln in die frühen 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückreichen. Auf Initiative des damaligen Lokalredakteurs der Heinsberger Volkszeitung, Gerhard Laugs, wurde 1950 der Verein gegründet.

Mitte der 60er Jahre erfolgte der Beschluss, den Verein aufzulösen, und 1971 wurde aus dem noch vorhandenen Vereinsvermögen und mit Spenden das Tryptichon erworben.

Der Wunsch, den Musiksaal im Neubau III mit Bildern zu schmücken, scheiterte zunächst an der fehlenden Finanzierbarkeit. Es war Vorsitzender Dr. Richard Nouvertné, der unter den Ehemaligen 40 Abiturienten fand, die durch ihre Spende den Erwerb der Bilder von Michel Saran ermöglichten, der als ehemaliger Kunstlehrer des Kreisgymnasiums Heinsberg natürlich auch noch eine besondere persönliche Beziehung zur Schule hat.

Dr. Nouvertné: „Die Bilder loben auch die am Kreisgymnasium Tätigen dafür, das von hier zufriedene, gut ausgebildete Schüler auf ihren Lebens- und Berufsweg geschickt wurden.”

Dr. Rita Müllejans-Dickmann spannte in ihrer Kunstbetrachtung den Bogen von den Kunstwerken aus 1971 bis zu den neuen Bildern, bei denen der Künstler dem „Spiel” mit den Seh-Gewohnheiten des Betrachters treu bleibe, wenngleich er zu anderen Methoden bildnerischer Gestaltung greife.

„Aus der menschlichen Gestalt schöpft er den Formenvorrat, um damit - unter der Vorherrschaft der Farbe - menschliche Befindlichkeiten auszudrücken. Im Gegensatz zum Triptichon sind die neuen Bilder Pole der Ruhe und des Innehaltens.”

Schulleiterin Annegret Krewald verband mit dem Dank an die Sponsoren die Feststellung: „Geld für Kunst in der Schule auszugeben hat Symbolcharakter. Es hilft, das Gespür für den Wert der Kunst in dieser Schule wach zu halten und drückt zugleich die Verbundenheit mit der Schule aus und macht sie auch den nachwachsenden Schülergenerationen deutlich.”