Erkelenz: Neue Angebote für Alzheimer- und Demenzkranke

Erkelenz : Neue Angebote für Alzheimer- und Demenzkranke

„Wir werden auch weiterhin miteinander kooperieren.” Dies teilten Gaby Kerst vom Sozialen Dienst des Johanniter-Stifts Erkelenz und Carmen Kuhl, Leiterin der Caritas-Pflegestation Erkelenz, mit.

Denn das Café Vergissmeinnicht, das Betreuungsangebot für an Alzheimer und Demenz erkrankte Menschen in den Räumen der Alteneinrichtung, das beide Einrichtungen gemeinsam initiiert hatten, wurde eingestellt.

„Es gibt eine solche Fülle an Angeboten, so dass unser Café nicht mehr so frequentiert wurde”, betont Carmen Kuhl. Zudem würden die Angehörigen eher auf eine Betreuung Zuhause zurückgreifen, da sie eine größere Entlastung biete als eine stundenweise Betreuung am Nachmittag.

„Dennoch wollen wir unsere Kooperation aufrecht erhalten und zwar mit einem neuen Angebot für die Angehörigen von Pflegebedürftigen, die zu Hause, ambulant oder stationär versorgt werden”, so Gaby Kerst.

In regelmäßigen Abständen, drei bis vier Mal im Jahr, soll es gezielte Informationsveranstaltungen mit Themenschwerpunkten geben. „In erster Linie geht es uns um fachliche Information und eine Austauschmöglichkeit”, betont Carmen Kuhl.

Klassische Gesprächskreise für Angehörige seien nicht mehr so gefragt. Und so wird jeweils zu einem Thema ein Referent von außerhalb eingeladen. Die Örtlichkeiten der Veranstaltungen sollen immer wechseln und mal im Johanniter-Stift und mal in der Caritas-Pflegestation Erkelenz stattfinden.

Die erste Veranstaltung ist am Donnerstag, 29. September, um 19 Uhr im Restaurant des Johanniter-Stifts Erkelenz. Der Erkelenzer Notar Andreas Pützhofen wird einen Fachvortrag zum Thema „Vorsorgemöglichkeiten für mich und meine Angehörigen” halten. Natürlich besteht im Anschluss die Möglichkeit zum Austausch.

„Wir erleben bei Neuaufnahmen und Einzügen oftmals, dass in der Familien noch wenig Vorsorge getroffen wurde”, so Gaby Kerst. Obwohl es sich um ein wichtiges Thema handele, werde es immer noch tabuisiert. Dabei gebe es vielfältige Vorsorgemöglichkeiten angefangen von der Patientenverfügung bis hin zur Vorsorgevollmacht.

„Hat man einmal Vorsorge getroffen, so ist damit auch die gesetzliche Betreuung für die Angehörigen kein Thema mehr”, weiß Gaby Kerst