Natürliche Lebensräume spielerisch erleben

Natürliche Lebensräume spielerisch erleben

Kreis Heinsberg. In Zusammenarbeit mit den Schülern der beiden Berufskollege Erkelenz (Installateure) und Geilenkirchen (Straßenbauer), verwirklichte die „Schule für Geistigbehinderte” einen langgehegten Wunsch und lag mit den einsatzfreudigen Schülern der Berufskollege auf derselben Wellenlänge.

Während im Berufsschul-Unterricht mit den Lehrern Wilms und Leister die Vorbereitung und Planung des Projektes in Angriff genommen wurde, hieß es in den letzten Wochen auf dem vielgenutzten Naturspielplatz der Rurtal-Schule: „Schaffe, schaffe, Bächlein baue”.

Aktionsfotos als Dankeschön

Begeistert von der bislang einmaligen Aktion zeigte sich auch Rurtal-Schulleiter Bernd Schleberger, der sich ebenso bei den Berufsschülern bedankte, wie dies auch die Kinder der Rurtal-Schule in eigener Form taten. So gab es als kleines Dankeschön für jeden fleißigen Helfer einen selbstgebastelten Bilderrahmen mit tollem Aktionsfoto beim Schaufeln, Pflastern oder Installieren.

Projekt „Naturspielplatz”

Und schon jetzt freuen sich die 225 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 18 Jahren auf das nächste Frühjahr, in dem der Brunnen mitsamt Bachlauf so richtig eingeweiht werden kann.

Vor einem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler mit den Eltern und Mitarbeitern der Rurtal-Schule mit dem Bau des Naturspielplatzes auf dem Schulgelände begonnen. In Eigenleistung ist so Schritt für Schritt ein Projekt entstanden, das das Spiel- und Förderangebot für die Schülerinnen und Schüler auf völlig neue Weise bereichert.

Beim landesweiten Wettbewerb „Der goldene Floh” erreichte die Projektgruppe „Naturnaher Spielplatz” den 4. Platz und wurde damit in ihrer herausragenden Arbeit bestätigt.

Der „Naturnahe Spielplatz” wird auch in Zukunft kreativer „Arbeitsplatz” im Sinne der Erweiterung und Erhaltung bleiben und somit nachfolgenden Schülerinnen und Schülern Raum und Gelegenheit bieten zu praktischem Lernen in einem lebensbereichernden Erfahrungsbild.

Persönlichkeitsentwicklung

Auch wenn man meint, dass „naturnahe Spielräume” eher dem Vorschulbereich zuzuordnen sind, haben Beobachtungen zu anderen Erkenntnissen geführt.

Denn das Spielverhalten auch älterer Schülerinnen und Schüler mit geistigen Behinderungen hat gezeigt, dass spielerisches Erfahren und Erleben von natürlichen Lebensräumen eine enorm große Rolle für die Entwicklung der Persönlichkeit spielt.