Granterath: Nach 28 Jahren nimmt Kohnert Abschied

Granterath : Nach 28 Jahren nimmt Kohnert Abschied

Einen Wechsel in der Führung des Erkelenzer Imkervereins gab es bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Jünger in Granterath.

Nach 28 Jahren legte Gerhard Kohnert den Vorsitz nieder. Zum Nachfolger wurde einstimmig der bisherige Kassierer Karl-Heinz Maassen gewählt.

Mit dem Hinweis auf einen Generationswechsel hatte Gerhard Kohnert diesen Schritt bereits vor einem Jahr angekündigt; als Sachverständiger steht er weiterhin zur Verfügung.

In seinem Dank an die Mitglieder gab er zu, dass die erfolgreiche Arbeit ohne die Mitarbeit der Vorstandsmitglieder nicht möglich gewesen sei.

Er lobte die Kameradschaft unter den Bienenzüchter, die mit Standbegehungen, gemeinsamen Ausflüge und bunten Abenden für Offenheit und Vereinsharmonie gesorgt habe.

„Ich habe mich in diesem Verein immer wohl gefühlt”. Dieses Lob eines Vereinsmitglieds außerhalb der Versammlung war auch ein Dankeschön an Gerhard Kohnert.

In der Laudatio erinnerte der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Hohenforst an die Zeit, als Gerhard Kohnert den Imkerverein 1975 im Vereinslokal Jopen in Erkelenz von Konrad Vieten übernahm.

Gerhard Kohnert habe immer versucht, dem Verein das Beste zu geben, was ihm auch gelungen sei. Deshalb sei auch die blühende Gemeinschaft sein Verein.

In den Jahren seines Wirkens stieg die Mitgliederzahl und wuchs das Vereinsleben. In dieser Zeit wechselten die Imker auch das Vereinslokal: Seit 1981 tagen die Bienenzüchter in der Gaststätte Jünger.

Die fast drei Jahrzehnte ehrenamtlicher Tätigkeit Kohnerts würdigten die Mitglieder mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden und mit der aus Bienenwachs gegossenen St. Ambrosius-Medaille, dem Schutzpatron der Imker.

Die Absicht förderungswürdig zu werden, verlangte eine Änderung der Vereinssatzung. Nach ausgiebiger Diskussion stimmten die Mitglieder bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen für die Änderung.

Danach wird der Imkerverein von einem Dreierteam geleitet: Vorsitzender, Schriftführer und Kassierer. Zum Schriftführer wählten die Mitglieder Ullrich vom Endt und zum Kassierer Willi Rütten.

Im ausführlichen Jahresbericht hatte Gerhard Kohnert die Aktivitäten des Vereins beleuchtet. Er bezeichnete das Jahr 2002 aus Sicht der Bienenzüchter als „mittelmäßig”.

Das Wetter sei den Bienen und Imkern nicht gerade gut gesonnen gewesen, was sich zwangsläufig nachteilig auf die Honigernte auswirkte.

Ein arges Problem sei das Varroraproblem, das zahlreiche Völkerverluste zur Folge hatte. Erfreulich sei dagegen das negative Ergebnis von Futterkranzproben auf Faulbrutsporen.