Mussinghoff kündigt Konsequenzen an

Mussinghoff kündigt Konsequenzen an

Hückelhoven (an-o) - Am Rande seiner Visitationsreise in Hückelhoven hatten wir Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Aachener Bischof. Heinrich Mussinghoff nahm Stellung zur pastoralen Situation in Hückelhoven und zur Umsiedlungsproblematik im Zuge von Garzweiler II.

Zur allgemeinen Situation in Hückelhoven aus kirchlicher Sicht sagte Heinrich Mussinghoff: "Es gibt Veränderungen sowohl in Hückelhoven-Land als auch in Hückelhoven Stadt. Wir müssen gucken, wie wir das pastorale Team zusammensetzen. Ich schaue mir die Situation an, damit ich besser sehen kann, was nötig ist und wer es machen kann."

Konkret auf St. Lambertus und die Vorfälle um Pfarrer Dieter eingehend: "Ich denke, da muss es Klärungen geben. Die Staatsanwaltschaft ist damit befasst und wird das Ihre tun. Wir werden daraus unsere Konsequenzen ziehen. Ich weiß nicht, wie rasch wir eine Lösung für St. Lambertus finden. Natürlich sind wir selbst daran interessiert, dass nicht zu lange Vakanzen entstehen. Ich kann aber nicht versprechen, dass es innerhalb von zwei, drei Monaten gelöst sein wird."

Auf einen möglichen Weggang auch von Pfarrer Georg Neumann aus St. Barbara angesprochen sagte der Bischof: "Pfarrer Neumann ist Priester des Bistums Würzburg. Er ist für einige Zeit nach hier freigestellt. Wir werden die Dinge miteinander besprechen und zu gegebener Zeit etwas Konkretes dazu sagen. Aber die Situation an St.Barbara und die an St.Lambertus haben nichts miteinander zu tun."

Seelsorgliche Betreuung

Zu den Problemen im kirchlichen Bereich mit den Umsiedlungsorten sagte Heinrich Mussinghoff: "Unsere, wenn man es so sagen will Strategie, heißt Weggemeinschaften und Gemeinschaften von Gemeinden. Wir müssen uns fragen: Wie sind die Weggemeinschaften zusammen zu bringen, wie sieht es dann in den Gemeinschaften von Gemeinden aus? Das ist Grundlage dann für die Entscheidung, wie eine Umsiedlung kirchlicherseits aussieht.

Auf jeden Fall sollen die, die umgesiedelt werden, auch eine entsprechende seelsorgliche Betreuung haben. Und dazu gehört schon so etwas wie ein Kirchenraum. Wenn in einem Kilometer Entfernung eine große Kirche liegt, die gut renoviert ist, muss man sich fragen, ob es richtig ist, für eine verkleinerte Gemeinde eine große Kirche neu zu bauen. Ich halte dafür, dass wir entsprechenden Kirchenraum gestalten."