Wassenberg-Birgelen: Mühlenbach hält die Feiernden kühl

Wassenberg-Birgelen : Mühlenbach hält die Feiernden kühl

Das „Mühlenfest” am schönsten Fleckchen, das im von der Natur so reich gesegneten Birgelen zu finden ist, war die Attraktion des bisher heißesten Sommertages.

Am Nachmittag und Abend war der Andrang der Gäste in allen Altersstufen groß.

Unter den prächtigen Bäumen oder im Pavillon war kaum noch ein Plätzchen zu finden. Alle suchten Kühlung, vor allem die kleinen Besucher, die auf der großen Wiese und im leise plätschernden Mühlenbach unterhalb des Mühlrades eine herrliche Erfrischung fanden.

Zu späterer Stunde machten es ihnen einige mutige Erwachsene nach. Da tauchte erneut der Vorschlag auf, im Mühlenbach einen kleinen, naturgemäßen „Kneipp-Gang” einzurichten, der von Radlern und Wanderern beim Ausruhen gleich mit genutzt werden könnte.

Den Ortsring-Verantwortlichen wurde nahegelegt, sich mit diesem Gedanken im Sinne der örtlichen Förderung auch des Tourismus einmal näher zu befassen.

Besonders gern genutzt wurde auch von Groß und Klein die Kegelbahn. Speis und Trank gab es in Mengen. Kaffee und Kuchen hatte das emsige Mühlenteam gestiftet.

Der Männergesangverein Wassenberg und die Birgelener Sangesbrüder zeigt sich kollegial und betrieben gemeinsam den Grillstand. Absoluter Clou aber war der Forellen-Räucherstand von Franz-Leo Rongen. Fangfrische Forellen aus hiesiger Zucht fanden, frisch geräuchert und noch warm, reißenden Absatz.´

Die großartige Foto-Ausstellung von Franz-Josef Breuer legte ihren Schwerpunkt auf den Werdegang der ab 1533 nachweisbaren Birgelener Mühlen, die vom Mühlenbach angetrieben wurde.

Die für den Nachbau des Mühlenrades wichtige Zeichnung der ehemaligen Mühlen durch den verstorbenen Heinsberger Studienrat August Lentz war als Linolschnitt zu bewundern.

Darüber hinaus stellte Maria Frantzen, die letzte Besitzerin der Mühle, das original Mühlenwappen von 1533 zur Verfügung. Das Interesse an Altem und Bewährtem war erstaunlich groß. Es zeugte von Liebe zur Heimat und ihren Wurzeln. Bemerkenswert ist auch das Interesse am großen Bildband über die Bongschen Mahlwerke in der Nähe des Birgelener Mühlenplatzes.

Mancher ehemalige Lok-Führer meldete sich inzwischen in Birgelen. Leo Cremers, der Hauptorganisator des Mühlenfestes im großen Festteam, bedankte sich bei allen Gästen für ihr Kommen und bei allen, die zur Gestaltung einen Beitrag geleistet hatten.

Der Reinerlös des Festes wird dem Ortsring Birgelen zur Verfügung gestellt. Das Mühlenfest soll in Birgelen fester Bestandteil des Festkalenders bleiben. Damit es nicht zur Routine wird, soll es aber nur alle fünf Jahre stattfinden.