Wassenberg: Mittelalterliches Phantasie-Spectaculum in Wassenberg

Wassenberg : Mittelalterliches Phantasie-Spectaculum in Wassenberg

Zwei Tage lang wanderten Ritter, Söldner, Bogenschützen, Knappen, Fürsten, Edelfrauen, Knechte, Mägde, Handwerker, Händler, Musikanten, Narren, Gaukler, Artisten, Scholaren auf den Burgwiesen und den Wiesen unterhalb des Rosengartens in Wassenberg umher und regten mit ihrem bunten Treiben die Fantasie der zahlreichen Besucher an, sie auf eine Zeitreise in das 13. Jahrhundert zu begleiten.

Zum Kapuzinermarkt hatte der Gewerbeverein nun zum zweiten Mal das Mittelalterliche Phantasie-Spectaculum nach Wassenberg geholt. Während außerhalb des Geländes Marktstände recht spärlich vertreten waren, herrschte am Fuße der majestätischen Burg Wassenberg, die mit ihren Burgmauern und dem prächtigen Wehrturm eine herrliche Kulisse für das Spektakel bot, reges Treiben.

Hier lockten rund 80 Marktstände unter den rund 150 Bauten die Besucher an uns ließen sie Staunen. Ein größer Händler- und Handwerkermarkt verband die beiden Bühnen und das „Turniergelände” auf dem sich die wilden Ritterhorden und die verwegene Rittergruppe „Fictus” spektakuläre Schlachten mit Langschwertern, Äxten und Morgensternen lieferten und damit die Gäste unterhielten. An den Markständen zeigten Spielzeugmacher, Schmiedemeister, Wollspinner, Glasbläser, Drechsler und Schmuckmacher ihre Künste.

Überall duftete es nach ausgefallenen Leckereien, vom geräucherten Fisch über Crèpes und Waffeln bis hin zu Suppen und allerlei Gegrilltem. Selbst einmal in die Rolle eines Ritters zu schlüpfen oder Prinzessin zu sein - das war für die Kinder nicht der einzige Spaß. Sie durften beim Schmied ihrer eigenes Glückshufeisen schmieden oder beim Holzdrechseln selbst ihre Geschicklichkeit ausprobieren.

Beim Puppen- und Marionettentheater wurde ihre Fantasie ebenso angeregt, wie sie die Gauklern und Jongleuren mit ihrem Können staunen ließen. Neben dem Kampf gehörte viel Musik zum Leben damals. Dafür standen die verschiedenen Musikgruppen, die sich auf der Hauptbühne der Burgwiese ein Stelldichein gaben.

Der abendliche „Pestzug” der sich in der Dämmerung über das Gelände zur Hauptbühne bewegte, war der Auftakt zum Traumspektakel, bei dem artistische Kunststücke, gekonnte Jonglagen, Musikeinlagen und nicht zuletzt die große Feuershow, die in dichten Reihen um die Bühne gedrängten Zuschauer staunen ließ.

Während sich Petrus am Samstag noch am frühen Abend mit einem kurzen Regenschauer begnügte, der die Besucher weder vertrieb noch von einem Besuch abhielt, begann der zweite Tag des Kapuzinermarktes und des Mittelalterfestivals mit Dauerregen, der zur Erleichterung der Veranstalter gegen Mittag nachließ.