Wassenberg: Mit Liebe und Sorgfalt erstellt

Wassenberg : Mit Liebe und Sorgfalt erstellt

Der Internationale Großtauschtag mit Ausstellungen hochinteressanter Sammlungen, den die Briefmarkenfreunde Birgelen und die Briefmarken-AG der Betty-Reis-Gesamtschule mit schöner Regelmäßigkeit im Frühjahr veranstalten, hat mittlerweile einen legendären Ruf bei vielen Gleichgesinnten im weiten Umkreis.

Mehr als 200 Besucher kamen diesmal ins Forum, das wieder einen idealen Rahmen bot, sowohl für die räumliche Gliederung der „Rahmen” als auch für die ungestörte Kommunikation der Sammler miteinander.

In diesem Jahr bot der Großtauschtag ein erweitertes Gesamtbild durch die Einbeziehung einer Gemäldeausstellung der Wassenberger Hobby-Künstler Günter Preuß und Maria Brosch.

Mit ihrer großformatigen Darstellung historischer Merkmale und landschaftlicher Schönheit erhielt die „kleine” Briefmarke oder Postkarte in der Rahmenausstellung „Geschichte der Postanstalt Wassenberg seit 1804Ó vor allem für den Heimatfreund noch einen besonderen Bezug. Franz-Josef Breuer aus Birgelen erhielt bei der Bewertung durch eine unabhängige Jury den ersten Preis für diese hervorragende Sammlung, die eine „kleine Heimatgeschichte” widerspiegelt.

Die vielseitigen Sammlungen über den „Bund”, große Persönlichkeiten der Geschichte, über Länder und Meere, die „Flugpost”, die Expo 2000 in Hannover und andere Themen belegten allemal, wie viel Bildungseifer in diesem Hobby steckt.

Vor allem die Jugendausstellung, die Giesela Hohm und Sepp Becker von der Briefmarken-AG der Schule sorgsam anleiten, machte deutlich, was Briefmarkensammeln mit System dem Schüler an Wissen vermitteln kann.

Die gewählten Themen „Schienenfahrzeuge auf dem Prüfgelände Wildenrath”, die „Raumfahrt” von Florian Röckl, der dafür den 2. Preis der Jury erhielt, oder „Pferde auf Briefmarken” (Moritz Brockers erhielt dafür den 3. Preis) waren hochinteressante Themen auch für den erwachsenen Besucher, der selbst kein Sammler ist.

Liebevoll zusammengestellt auch ein ergreifendes „Zeitthema” über die Geschichte einer jüdischen Familie aus Wassenberg, nämlich der Geschwister Betty und Walter Reis, zog den weiten Bogen bis in unsere Tage.

Die Jury hatte die „Qual der Wahl”: Jede Ausstellung hätte einen „Preis” verdient. Die Heimatgeschichte in Gemälden unter Einbeziehung der Wassenberger Partnerstadt Pontorson nicht weniger.

Die gleichzeitig angebotenen wenigen Exemplare „Wassenberg -Ê alte Postkarten erzählen” mit Bildmaterial, zusammengestellt von Sepp Becker, Franz-Josef Breuer, Theo Florack, Hanns Heidemanns und Günter Preuß im Dezember 2002, bündelten auch den heimatgeschichtlichen Gedanken, der einem wesentlichen Teil der Ausstellung zugrunde lag.