Hückelhoven-Schaufenberg: Mit „Laaberfutt” bis ins Halbfinale

Hückelhoven-Schaufenberg : Mit „Laaberfutt” bis ins Halbfinale

Eigentlich sollte Ralf Skrabs ja am Freitagabend in Köln-Bocklemünd auf der Bühne und vor der Kamera stehen. Eigentlich. Aber leider ist „Dä Radschläger”, wie sich der Schaufenberger rufen lässt, mit seinem - natürlich selbst komponierten - Song „Do bes´ene Laaberfutt” im Halbfinale der vom WDR produzierten „Närrischen Hitparade” hängen geblieben.

„Nach dem Auftritt haben mir schon alle gratuliert. Aber dann hat es doch nicht ganz gereicht,” sagt der 46-Jährige - und er legt dabei nicht für einen Moment seine rheinische Frohnatur beiseite. „Ich bin zufrieden”, sagt der gebürtige Düsseldorfer, der seit 17 Jahren schon mit seiner Familie in Hückelhoven beheimatet ist.

„Aber ich nicht”, sagt Ehefrau Gabriele. „Mit ihm schon. Aber man kommt bei so einer landesweiten Veranstaltung einfach nicht nach ganz vorne, wenn man in so ´nem kleinen Ort wohnt wie wir.” Mehr als 600 Künstler haben ihre karnevalistischen Lieder beim WDR eingereicht und prüfen lassen. Und „Dä Radschläger” alias Ralf Skrabs („Das kann sich doch kein Mensch merken”) war mit seinem „Laaberfutt” unter den 12 besten Songs der „Närrischen Hitparade 2007”. Wenn das nicht eine Rakete wert ist!

Im Hauptberuf ist Ralf Skrabs in der Landeshauptstadt Straßenbahnfahrer. Halt, stopp: So kann man das nicht sagen. „Hauptberuflich sehe ich mich als Musiker. Die Straßenbahn fahre ich für den Broterwerb.” In seinem kleinen Häuschen in Schaufenberg hat er sich ein komplettes Tonstudio mit sämtlichem Pipapo eingerichtet, einschließlich allem, was heute an Computertechnik dazu gehört, um aus einer Melodie, einem Rhythmus und einem Text einen flotten Song zu machen.