Hetzerath: Mit „Hohenbuscher Zeitmaschine” in die Zukunft

Hetzerath : Mit „Hohenbuscher Zeitmaschine” in die Zukunft

Bei Spiel und Spaß auch noch Wissen vermitteln, das haben sich die freiwilligen Helfer unter der Leitung von Stadtjugendpfleger Thomas Weber bei den Sommerferienspielen zur Aufgabe gemacht.

In diesem Jahr stand die entsprechende Aktionswoche auf dem Gelände von Haus Hohenbusch bei Hetzerath unter dem Motto „Gestern Heute Morgen. Mit der Zeitmaschine von der Vergangenheit in die Zukunft” .

Das riesige Klostergelände bietet den Vorteil, auch bei schlechtem Wetter genügend Räume für die Aktionen bereit zu halten.

Die rund 110 Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren wurden in acht Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam ein Thema, mit dem sie sich fortan gut zwei Tage lang beschäftigte.

So entstanden eine Urzeitlandschaft mit Dinosauriern aus Salzteig, als Stofftiere oder in Maskenform. Dazu gehörten auch die Vulkane und einige Fossilien aus Muscheln.

Die Steinzeit-Gruppe backte Brot und höhlte mit harten Steinen weiche aus, um in die entstandene Mulde Wachs und Docht unterzubringen. Außerdem bastelten die Kinder Steinzeitketten aus Knochen und Federn.

Darüber hinaus bot die Gruppe ein regelrechtes Steinzeittraining an, bei dem es galt, Wasser zu überqueren oder heiße Steine zu transportieren, berichtete Weber begeistert.

Bei den „Ägyptern” standen die Hieroglyphen im Vordergrund. Jedes Kind hatte seinen Namen in diese alte ägyptische Schrift übersetzt. Gebastelt wurden in der Gruppe etliche Mumien, Pyramiden und ganze Tempelanlagen sowie die Sphinx.

Bei den „Griechen” gab es Säulen und alte griechische Gewänder ebenso zu bestaunen wie getöpferte Vasen. Olympische Spiele mit Diskuswerfen und den für die Sieger gefertigten Medaillen rundeten das Angebot dieser Gruppe ab.

Das Mittelalter wurde mit Hilfe von Burgen aus Pappmasche sowie Gruppenwappen, Schilden und Schwertern dargestellt. Aus frischen Zutaten wurde eine Linsensuppe zubereitet.

Traditionelle Tippizelte sowie Indianerkleidung und Kriegsbeile, Trommeln und Rasseln hatte die Gruppe zum Thema Indianer angefertigt. Außerdem präsentierte die Gruppe ein kurzes Theaterstück, bei dem die Blauröcke gegen die Weißröcke in den Krieg zogen. Die Kinder sollten gegen ihre Herausforderer, die Betreuer, glorreich siegen.

Schließlich gab es noch die Gruppe der Neuzeit, die sich im wesentlichen mit der Raumfahrt und dem Weltall beschäftigt hatte.

Dort gab es die verschiedenen Roboter, Raketen, Raumschiffe und Space-Kleidungen. Neben einem Spacetanz hatten die Kinder das Weltall in „3-D-Version” in einen Schuhkarton gesteckt.

Die Ergebnisse der Aktionswoche wurden schließlich Eltern und Geschwistern als eine Art Zeitreise von der Urzeit bis in die Gegenwart präsentiert. Die „Hohenbusch-Zeitmaschine” besuchten unter anderem auch Bürgermeister Erwin Mathissen und der erste Beigeordnete, Dr. Hans Heiner Gotzen.

Eine weitere Attraktion der Aktionswoche waren der Tag am Strand an der holländischen Nordsee bei herrlichem Sommerwetter. Dort veranstalteten die Kinder einen riesigen Burgenwettbau.

„Die Touristen standen in Zweierreihen und bestaunten die großartigen Bauten”, schwärmte der Stadtjugendpfleger.

Am letzten Tag der Aktionswoche fand das große Chaos-Spiel statt. Das spannende Geländespiel drehte sich nochmals um das Motto „Gestern Heute Morgen”. Und für die im Anschluss geplante traditionelle Wasserschlacht hatten die Betreuer rund 800 Wasserbomben gebastelt.

Ob sie überhaupt erforderlich waren, sei dahingestellt, denn leider gab es pünktlich zu Beginn der Schlacht einen heftigen Regenschauer. Doch konnte das die Begeisterung der Kinder nicht wirklich mindern, hatten sie doch jede Menge Spaß während der Aktionswoche auf Hohenbusch erlebt.