Erkelenz: Mit Feuer und Flamme beim Hip-Hop

Erkelenz : Mit Feuer und Flamme beim Hip-Hop

Mit Feuer und Flamme sind die Jungen und Mädchen dabei, beim neuen Angebot des evangelischen Jugendheimes ZaK in Erkelenz. Praktikant Gino Marinotti kommt nicht nur wegen seines Hip-Hop-Kursus bei den Teilnehmern gut an.

Der 22-jährige Oberstufenschüler für Sozialpädagogik in Geilenkirchen sollte als Schulaufgabe während seines Praktikums im Erkelenzer Zak ein Projekt durchführen. Da kam ihm sehr gelegen, dass Hip-Hop bei den Zak-Besuchern sehr gut ankommt, wie er schnell herausfand.

Immerhin hat er seit vier Jahren eine Band, „No Money Zoo”, für die er seit gut zwei Jahren auch die Musik erstellt. In seinem eigenen Studio im Keller werkelt der Musiker aus Leidenschaft an den Stücken.

Diese Erfahrung kam ihm im ZaK zu Gute. Dort studierte er mit acht Teilnehmern in zwei verschiendenen Gruppen zwei Hip-Hop-Songs ein. Beim ersten gemeinsamen Treffen galt es, eine Art Grundkonzept zu erstellen. Wer was machen möchte und vor allem mit wem.

Dabei haben sich die zwei Gruppen ergeben, bestehend aus zwei Mädchen und eine gemischte Band mit fünf Jungen und ein Mädchen). Die beiden Mädels haben in ihrem Song, deren Text sie alleine geschrieben haben, ihre Freundschaft mit allen Höhen und Tiefen beschrieben.

„Wir hatten vor kurzem eine richtige Krise und jetzt ist alles wieder gut. Darüber singen wir”, verrieten die beiden, die sich den Bandnamen „Chicken de Luxe” verpasst haben.

Die eine von ihnen, Claudia Salvagno aus Erkelenz, fand das Kursangebot direkt interessant. Zum einen, weil ihr Bruder auch schon mal Hip-Hop macht, zum anderen wollte sie wissen, wie viel Arbeit hinter solchen Liedern steckt. „Mich interessierte, wie so ein Lied überhaupt entsteht”, so die Dreizehnjährige.

Partylaune im „angeberischen” Stil möchte dagegen die andere Gruppe, die sich BOT (Band ohne Talent) genannt hat, mit ihrem Lied verbreiten, so die einzige Sängerin der Truppe, Chantal. „Die Band überlegt, nach dem Kurs weiterzumachen”, berichtet Andreas Wiegan (16), für den Hip-Hop kein Neuland mehr ist.

Nach fünf Treffen war es dann soweit, die endgültigen Aufnahmen sollten eingesungen werden. Dafür hatte Gino Marinotti auch alles mitgebracht. Vom Mischpult bis zum Mikrofon, der Praktikant hatte alles fest im Griff.

„Einsingen müssen die acht dann gleich jeweils einzeln”, so der „Produzent”. Dadurch wolle er gar nicht erst Ablenkung bei den Sängern oder gar störende Hintergrundgeräusche aufkommen lassen.

Wenn alles fertig ist, werden die beiden Songs auf eine CD gebrannt, die jeder Teilnehmer bekommt, so Gino Marinotti. Begeistert von diesem Angebot zeigte sich auch Jugendleiter Detlef Bonsack vom ZaK. Vor allem über das rege Interesse und den Eifer der Teilnehmer freute er sich.