Hückelhoven-Baal: Mit Baaler Mundart in die Herzen gespielt

Hückelhoven-Baal : Mit Baaler Mundart in die Herzen gespielt

„Unverhofft kommt oft!” - Dieser Schwank in drei Akten von Ingrid Flöth ließ bei der Premiere der Theaterfreunde Baaler Bürger Bühne im Bürgerhaus die Lachtränchen reichlich fließen.

Am spontanen Beifall war deutlich zu hören, wie gut das Thema gewählt und die Theatertruppe um Vorsitzende und Regisseurin Rita Kluge den Humor umsetzten. Die Resonanz hätte bei der ersten von drei Aufführungen (alle drei am vergangenen Wochenende) nicht besser sein können.

Vor ausverkauftem Haus spielten sich die zehn Laiendarsteller mit viel Humor, lokalen Einflüssen und hin und wieder mit Baaler Mundart in die Herzen der aufmerksamen Zuschauer. Vom Bühnenbild über Kostüme und Maske bis hin zur Mimik, Gestik und charmanten Wortwitz der Akteure - hier stimmte einfach alles.

Eine fast alltägliche familiäre Begebenheit stand im Mittelpunkt der Handlung. Die reiche Erbtante Billa - und wer hätte nicht gerne eine - (lebensnah von Walli Windges gespielt) feierte ihren 80. Geburtstag. Nichten und Neffen versuchten als Erbschleicher die Geburtstagsjubilarin zu einer Änderung ihres Testamentes zu überreden.

Gemeinsam mit ihrer gleich gesinnten Freundin Adele Schmitz (Claudia Schwarz) trickste sie auf humorvolle und manchmal mit boshaftem Vergnügen die lieben Verwandten aus. Gespannt verfolgten die Zuschauer das Treiben auf der Bühne und zeigten auch ein wenig Schadenfreude, wenn Tante Billa ihre Register zog.

Im zweiten Akt hatten die Besucher Gelegenheit, auf der Bühne gleich in zwei Zimmer blicken zu können und schon ahnten sie, was kommen würde. Das war sichtlich eine originelle Idee der Bühnenbauer.

Am Schluss sorgte die Testamentseröffnung bei den Erbschleichern für Überraschungen - fast wie im täglichen Leben „Unverhofft kommt oft”. Vom verehrenden Notar war sie gut beraten worden, das Leben selbst noch zu genießen.

Seit 1991 sorgen die Baaler Theaterfreunde alljährlich mit ihrem Theaterspiel für ein paar vergnügte Stunden. Dabei fing alles mit Proben in einem Kuhstall an. Doch von diesem ungewöhnlichen Raum ließen sich die Theaterfreunden nicht beirren, suchten und fanden in den folgenden Jahren immer wieder neue Proberäume, bis sie in Erkelenz-Genehen eine Bleibe anmieten konnten, in der vor fertiger Kulisse geprobt werden kann.

Neben intensiven Proben und Bühnenbau prägten Geselligkeit und Kameradschaft die Theatergruppe, erklärte Vorsitzende Rita Kluge. Nur so sei es möglich, die Besucher immer wieder aufs Neue zu erfreuen. Deshalb galten Dank und Anerkennung der Schauspielertruppe und den guten Geistern hinter den Kulissen, die stets für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Wer Freude am Theaterspiel hat und Interesse hat, sich dieser Theatertruppe anschließen möchte, erreicht die Regisseurin Rita Kluge für nähere Informationen unter 02435/ 948133.