Kreis Heinsberg: Millener Wassermühle erkundet

Kreis Heinsberg : Millener Wassermühle erkundet

Viele Besucher entdeckten am 15.Deutschen Mühlentag unter den sieben Anlaufstellen im Kreis Heinsberg auch die Millener Wassermühle direkt an der Landesgrenze in Selfkant-Millen.

So führte Gerd Passen, Vorsitzender der Heimatvereinigung Selfkant, eine der Radtouren des Zweckverbandes „Der Selfkant” am Pfingstmontag auch nach Millen. Weitere Einzelheiten teilte Heinrich Meuffels mit, denn seit 1970 befindet sich die Mühle in Besitz der Familie.

Es sind zwei Mühlen, die nebeneinander liegen. Der Rodebach fließt zwischen den beiden Mühlen hindurch; in der Flussmitte liegt die Landesgrenze. Seit 1985 steht die einstige Wassermühle in Selfkant-Millen unter Denkmalschutz; die zweite Mühle auf niederländischer Seite gehört heute noch zum Haus Millen.

Die Geschichte der Millener Mühlen reicht laut Recherchen bis ins 14.Jahrhundert zurück. Herzog Eduard von Geldern verpfändete 1364 die Burg und das Land Millen an den Grafen Johann von Moers. Der Vertrag umfasste auch die Erlaubnis, eine Mühle und eine Hofanlage, nahe der Burg, zu errichten. Es wird davon ausgegangen, dass in den folgenden Jahren der Grundstein zum Bau einer Mühle erfolgte.

1960 wurde der Mühlenbetrieb auf niederländischer Seite eingestellt. Die Mühle auf deutscher Seite wurde hingegen noch vier Jahre weiter betrieben, ehe auch sie unrentabel wurde. Vorübergehend im Besitz einer gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft, ging die Mühle dann 1970 in Privathand über und wurde vom neuen Besitzer, Heinrich Meuffels, schließlich renoviert.

Die Millener Mühle ist eine Reise wert, davon konnten sich am Deutschen Mühlentag die Besucher überzeugen. Viele historische Gerätschaften im Backsteingebäude lassen die gute alte Zeit lebendig werden.