Düsseldorf: Middendorf wird neue Behinderten- und Patientenbeauftragte in NRW

Düsseldorf : Middendorf wird neue Behinderten- und Patientenbeauftragte in NRW

Die CDU-Politikerin Claudia Middendorf ist in Nordrhein-Westfalen zur neuen Behinderten- und Patienten-Beauftragten ernannt worden. Dies hat das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf beschlossen.

Middendorf soll ihr Amt am 1. Oktober dieses Jahres antreten. Mit dem Kabinettsbeschluss werden die beiden bisher getrennten Ämter des Behindertenbeauftragten und des Patientenbeauftragten künftig in Personalunion wahrgenommen. Mit Middendorf habe die Landesregierung eine „ausgewiesene Gesundheits- und Sozialexpertin“ für das Amt gewinnen können, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Die 48-jährige Landespolitikerin wisse, wie sie sich erfolgreich für die Belange der Menschen in unserem Land einsetze. Laumann nannte es einen „wichtigen Schritt“, die beiden Ämter der Behinderten- und Patientenbeauftragten in einem Amt zu bündeln.

Natürlich hätten Menschen mit Behinderung, kranke und pflegebedürftige Menschen unterschiedliche Bedarfe. Aber es gebe auch eine Vielzahl gemeinsamer Herausforderungen. Diese gelte für die gesundheitliche Versorgung ebenso wie für barrierefreie Zugänge.

Middendorf erklärte nach ihrer Ernennung, der Mensch stehe für sie immer im Mittelpunkt des politischen Handelns. In ihrem neuen Amt werde sie „ein offenes Ohr“ für die Anliegen von Behinderten und Patienten sowie deren Angehörigen und Pflegenden haben. „Ich möchte mit meiner beruflichen und ehrenamtlichen Erfahrung für die Menschen mit Behinderung als Partnerin in der Durchsetzung ihrer politischen Rechte‎ in Bezug auf ein selbstbestimmtes Leben handeln“, kündigte Middendorf an. Für die Patienten wolle sie als „Schnittstelle“ zwischen den Institutionen, Ärzten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie den Betroffenen fungieren.

Wichtig sei es hierbei, bestehende Netzwerke zu nutzen und auszubauen. Als Beispiel nannte sie die Behindertenbeiräte oder die Patientenfürsprecher. Die gebürtige Dortmunderin Middendorf ist gelernte Erzieherin. Nach dem Fachabitur im Jahr 1990 besuchte sie die katholische Fachhochschule in Paderborn. Seit 1995 arbeitet sie als Diplom-Sozialpädagogin beim Caritasverband Hagen. Von 1999 bis 2012 war sie Mitglied des Rates Stadt Dortmund.

Middendorf engagiert sich ehrenamtlich als Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, als Mitglied des Kirchenvorstands der Dortmunder Herz-Jesu-Kirche und als Mitglied im Kuratorium des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e. V. Zudem ist sie bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und bei der Dortmunder Tafel aktiv. Von November 2009 bis Juni 2010 sowie von Mai 2012 bis Mai 2017 gehörte die Dortmunder CDU-Politikerin als Abgeordnete dem Düsseldorfer Landtag an.