Merbeck: Merbeck: Ein ganzes Dorf im Hühnerfieber

Merbeck : Merbeck: Ein ganzes Dorf im Hühnerfieber

Geschnatter und aufgewirbelte Federn, interessierte Menschen, die vorsichtig, fast mit der Nase an die Käfige herankommen - all das waren Eindrücke der 20. Merbecker Grenzlandschau für Geflügel.

540 schnatternde Federtiere aus ganz Nordrhein-Westfalen waren auf dem Gehöft Clingen untergebracht. Bereits am Freitag bewertet und prämiert, konnten sich am Wochenende die Geflügelliebhaber die Tiere ansehen.

Mit von der Partie waren Wassergeflügel, Hühner, Zwerghühner und Tauben. Wichtige Kriterien sind neben der Form die Farbe wie auch die Größe des Kopfes und der Stand.

Somit kam es zu folgender Preisverteilung: Die Landesverbands-Medaille ging an Guido Beirowski auf Zwerg Brahma, an Martin Wolf auf Laufente braun, Dietmar Esser auf Rhonländer, an André Kassek auf King blau und an Christine Theißen auf Philippinen-Enten. „Ganz Merbeck ist im Höhnerrausch. Unser Dorf ist dafür bekannt. Wir sind das Wimbledon in der Hühnerzucht”, erklärt Andreas Theissen, Organisator der Geflügelschau, die Bedeutung dieses Hühnerfiebers.

Anschließend an die Geflügelschau am Tag, fand abends im Pfarrheim St. Maternus der traditionelle Höhnerball statt. Schirmherr der Geflügelschau ist Landtagsmitglied Franz-Josef Pangels, der sich in seiner Rede darüber freute, als Schirmherr fungieren zu können: „Geflügelzüchter sind Tierliebhaber und vertrauensvoll. Es macht mir Spaß, wieder hier sein zu dürfen.”

Ein besonderer Applaus und Dank galt Andreas Theißen, dem Organisator des Abends. Ein weiteres Grußwort folgte von Hans-Hermann Klöter aus dem Gremium der Preisrichter, der anlässlich des Jubiläums die Geschichte des Rasse-Geflügel-Zuchtvereins Revue passieren ließ. 1983 habe sich der Geflügelverein im Wohnzimmer Theissen gegründet, die erste Schau hätte damals im Pfarrheim stattgefunden, was eher die Atmosphäre eines Treibhauses gehabt hätte.

Seit 15 Jahren sind die Geflügelliebhaber im Gehöft Clingen untergebracht, „und seitdem geht es immer weiter aufwärts mit dem Verein”, schwärmte Klöter. In diesem Jahr gab es als Besonderheit einen See für das Geflügel zum Baden. Als „kleines Häuflein wackerer Kämpfer” bezeichnete er die hartnäckigen Tierfreunde aus Merbeck und Umgebung und wünschte ihnen gutes Gelingen für weitere Veranstaltungen.

Weitere Programmpunkte des Abends waren „Die Mennekrather”, die für ausgelassene Stimmung sorgten, das Einmarschieren der Würdenträger der Schützenbruderschaft St. Maternus mit den Trommlercorps Merbeck und das Männerballett aus Merbeck sowie Aktive des Kölner Karnevals: Et Botterblömche und Fried van Hanen. Der Höhnerball war der offizielle Festakt der großen Geflügelschau.