Menschenkette gegen den Krieg

Menschenkette gegen den Krieg

Erkelenz (an-o) - Aus Protest gegen den Krieg im Irak wird sich am Freitag, 4. April, um 12.45 Uhr in Erkelenz eine Menschenkette formieren. Beteiligen wollen sich Schüler, Lehrer und Bürger.

Ursprünglich sollte die Demonstration für den Frieden, wie die "Nachrichten" berichteten, bereits am vergangenen Freitag stattfinden, wurde aber, aus organisatorischen Gründen auf Freitag verschoben. Organisiert wird die Kette von den Schülerverwaltungen der beiden Gymnasien.

"Die Schülervertretung des Cusanus- und des Cornelius-Burgh-Gymnasiums sowie die Eine-Welt-AG sind bestürzt und empört über den derzeit von den USA und ihren Alliierten geführten Angriffskrieg gegen den Irak. Unserer Meinung nach hätte man weiterhin auf friedliche Mittel setzen müssen, um den Irak zu entwaffnen -und Saddam Hussein - ohne Zweifel ein Diktator, der sein Volk unterdrückt und Menschenrechte verletzt - zu entmachten.

So aber wurde ein Weg forciert, der völkerrechtlich zumindest heftig umstritten ist und der sich unserer Meinung nach in erster Linie an den wirtschaftlichen und politischen Interessen der USA orientiert. Für die irakische Zivilbevölkerung ist dies aber gleichbedeutend mit Tod, Flucht und einer humanitären Katastrophe, die uns sprachlos und wütend macht. Wir möchten deshalb ein Zeichen setzen, dass wir diesen Krieg mit seinen Folgen für ungerechtfertigt und ungerecht halten, ein Zeichen, dass wir uns für eine Welt stark machen, in der Gerechtigkeit und Toleranz bestimmend sind und in der Konflikte im Vorfeld auf friedlichem Weg beigelegt werden.

Stellungnahme

Deshalb werden wir am Freitag, 4. April, gemeinsam mit den Schülern aller Erkelenzer Schulen eine Menschenkette vom Schulring bis zum Marktplatz bilden. Den Abschluss soll eine kurze Kundgebung auf dem Markt bilden, bei der wir unsere Stellungnahme zu diesem Krieg genauer vorstellen möchten."