Heinsberg: Mauer bietet neuen Lebensraum

Heinsberg : Mauer bietet neuen Lebensraum

An zwei Vormittagen im April hatte die 9. Klasse des Kreisgymnasiums Heinsberg in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund gelernt, wie eine Trockenmauer errichtet wird.

Jetzt konnte das Gelernte wirksam umgesetzt werden.

Die Trockenmauer bietet immer seltener gewordenen Pflanzen- und Tierarten einen neuen Lebensraum. Durch Bebauung und Beanspruchung des Menschen wurde felsiger Boden rar. Spezielle Pflanzen wären ohne die Trockenmauer in diesem Gebiet nicht überlebensfähig.

Eine gezielte Regenerierung hilft der Natur, ihre Artenvielfalt zu wahren. Doch nicht nur Pflanzen, sondern auch wirbellose Tiere profitieren von dem neu gewonnenen Lebensraum.

Im Rahmen der Renaturierungsaktionen und der Zusammenarbeit zwischen Naturschutzbund und dem Kreisgymnasium wurde die geplante Erweiterung des Feuchtbiotops um eine Trockenmauer nun realisiert. Die Materialien für den Mauerbau, Sand und Natursteine, lieferte die Firma Frauenrath.

Nach Eintreffen der Baumaterialien wurde ein Fundament ausgehoben und mit Kies gefüllt. Darüber schichtete man Steine auf und hinterfüllte diese mit Sand und Erdreich. Nach der Fertigstellung der Mauer ist das Feuchtbiotop im Klevchen um einen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen reicher geworden.

Weitere Aktionen zur Ausgestaltung des Feuchtbiotops, wie zum Beispiel eine artgerechte Bepflanzung der Mauer, sind bereits geplant und werden in naher Zukunft umgesetzt werden.

Obwohl so mancher blaue Fleck und einige gequetschte Finger die Schülerinnen und Schüler an den Bau der Trockenmauer erinnern, freuen sie sich, in den nächsten Wochen beobachten zu können, wie die Natur von ihrem Werk Besitz nimmt und es mit Leben füllt.