Maß, Proportionen und Wohlklang

Maß, Proportionen und Wohlklang

Erkelenz (an-o) - "Das künstlerische Schaffen von Marlene Roubert hat mit Maß, Proportionen und Wohlklang zu tun, die aber nicht frei von Spannung sind" erklärte Kunsthistoriker Klaus Flemming vor vielen Kunstfreunden zur Ausstellungseröffnung von Marlene Roubert.

Er merkte im Haus Spiess an, dass Konstruktion und Poesie sich in wunderbarer Form in ihren Werken vereinen, auch wenn das Auseinanderhalten schwer fällt. Flemming ging auch auf die von der Künstlerin überwiegend gewählten Bildformate und die Kombination von Quadraten und Kreisen ein. Die beiden von ihr immer wieder gewählten Formen gelten dabei als Symbol für Geist und Energie beim Kreis sowie Materie und Statik beim Quadrat. Der Kunsthistoriker bezog zu den Werken von Marlene Roubert auch die Architektur von Haus Spiess und die Möblierung ein und schlug einen Bogen zum Nikolauszug, der am Eröffnungsabend der Ausstellung in Erkelenz durch die Straßen zog.

"Der Mensch setzt sich willentlich über das Dunkel und setzt mit dem Licht ein Zeichen" erklärte er und sprach damit auch die Farbgebung der Werke an, in der nach seiner Interpretation emotionale Zwischentöne mitschwängen. Mit dem Zitat von Mies van der Rohe "Das Schöne ist der Glanz des Wahren" schloss er seine Ausführungen.

Suche nach neuen Wegen

Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn hatte eingangs die vielen Gäste begrüßt und daran erinnert, dass Marlene Roubert vor vielen Jahren ihre Kunstlehrerin am Cornelius-Burgh-Gymnasium war. Durch sie sei bei ihr das Kunstverständnis haften geblieben. Wie in der Erziehung suche die Künstlerin auch stets nach neuen Wegen. Die Bürgermeisterin war sich des Erfolges der Ausstellung sicher.