Wassenberg-Ophoven: Mannshoher Nikolaus produziert schöne Seifenblasen

Wassenberg-Ophoven : Mannshoher Nikolaus produziert schöne Seifenblasen

Viele haben die neu gestaltete Nikolausausstellung in den Räumen des ehemaligen Ophovener Kindergartens während des Adventsmarktes der Interessengemeinschaft (IG) „Hilfe für krebskranke Kinder” bereits bewundern können.

Für alle, die sie noch nicht gesehen haben: Am heutigen Nikolaustag wird sie nochmals geöffnet sein, von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Schau zeigt die Sammlung von IG-Sprecher Wiljo Caron, den Nikoläuse sein ganzes Leben begleitet haben. Mehr als 1400 Figuren sind es derzeit.

Angefangen hat seine Leidenschaft 1955, als seine Eltern, die in Ophoven ein kleines Lebensmittelgeschäft hatten, auf der Messe „Anuga” in Köln einen Nikolaus kauften. „Ich habe als Kind in der Adventszeit mehr Zeit vor unserem Schaufenster verbracht als im Laden”, erinnert er sich.

Heute steht der alte Mann in der Ausstellung, nickt weiterhin allen Besuchern freundlich entgegen und hat von seinem Charme früherer Tage nichts eingebüßt.

Mit der mittlerweile weit über die Heinsberger Region hinaus bekannten Ausstellung all seiner Nikoläuse hat Wiljo Caron allerdings weniger zu tun. Darum kümmert sich allein seine Frau Adi. Und sie ist stolz, dass die einmalige Schau in diesem Jahr schon ihr Zehnjähriges feiert. Was im Jahre 1999 mit ein paar Ausstellungsvitrinen auf dem Adventsmarkt begann, füllt jetzt in liebevoll selbst gefertigter Dekoration den ehemaligen Kindergarten gleich neben der Ophovener Wallfahrtskirche.

Man kann problemlos gleich mehrfach hindurch schlendern und dennoch immer wieder neue, einzigartige kleine und große Männer mit roten Mützen entdecken.

Nachdem sie im vergangenen Jahr im Schnee und in Griechenland unterwegs waren, tummeln sie sich dieses Mal im Gebirge. Seit Anfang August hat Adi Caron hier mehrere Stunden pro Tag damit verbracht, die neue Dekoration zu „zaubern”. Insgesamt waren es rund 400 Stunden, hat sie ausgerechnet. Um eine stilechte Gebirgslandschaft zu schaffen, hat sie neben ungezählten weißen Styropor-Kügelchen Massen von Baumrinden auf dem zuvor geschaffenen Unterbau befestigt. Diese Grund-Dekoration soll jetzt erst einmal so bleiben.

Jedes Jahr ein Motto

Vielleicht werde sie jedoch in jedem Jahr einen Teil der Ausstellung unter ein eigenes Motto stellen, überlegt sie. Das ist dieses Jahr der „Nikolaus auf Sylt”, der stilecht im Strandkorb residiert und an den Start der Kooperation mit Fisch-Gourmet Gosch erinnert. Er war vor ebenfalls genau zehn Jahren zum ersten Mal mit Deutschlands nördlichster Fischbude auf dem Ophovener Weihnachtsmarkt zu Gast.

Alle anderen Nikoläuse tummeln sich in ihrer Gebirgslandschaft. Sie sind etwa aus Keramik, Stoff oder Gummi. Sogar handgestrickte Exemplare sind dabei. Sie musizieren, fahren mit dem Schlitten oder mit der Eisenbahn. Bei deren Installation hat IG-Mitglied Josef Schwarzmanns Adi Caron unterstützt.

Helmut Schroeder aus Wassenberg hat ihr ein großes Nikolaus-Haus geschenkt, das oben im Gebirge steht und aus dem die kleinen Männer über eine große Rutsche ins Tal gelangen.

Highlight unter den mannshohen Exemplaren, zu denen auch mehrere „Väterchen Frost” aus Weißrussland oder ein Nikolaus gehören, der schon im Berliner KaDeWe seinen „Dienst” tat, ist in diesem Jahr ein Nikolaus, der Seifenblasen produziert. Ausgeliehen hat Caron ihn bei einem Seifenblasen-Hersteller in Tübingen.