Heinsberg-Hülhoven: Maibaumdiebe gestehen ihre Tat

Heinsberg-Hülhoven : Maibaumdiebe gestehen ihre Tat

„Jetzt ist es 30 Jahre her, seitdem wir diese Tat begangen haben”, bekannte Wolfgang Burgraef als einer der zwölf Maidiebe aus Hülhoven, die damals in der Mainacht in Dremmen den Maibaum entwendeten, um ihn nach Hülhoven zu bringen, das bis dahin ohne Maibaum war.

„Einige dieser zwölf Leute sind heute noch auf der Flucht und hoffen auf Verjährung, einige erkenne ich aber hier auf dem Platz”, scherzte er beim Maibaumaufstellen des Ortsrings der Drei-Dörfergemeinschaft Hülhoven-Grebben-Eschweiler an der alten Hülhovener Schule, das in diesem Jahr ganz im Zeichen der „Maidiebe” stand.

„1979 trafen wir uns, wie fast jedes Jahr, bei der Familie Esser und heckten den Plan aus, diese Aktion zu starten blickte”, Burgraef noch einmal zurück.

Der in Dremmen entwendete Maibaum wurde dann am Kriegerehrenmal in Hülhoven aufgestellt. Nachdem der Diebstahl in Dremmen entdeckt worden war, machten sie die Dremmener Ortsvereine mit Musikbegleitung auf den Weg, um den Baum zurück zu holen.

Statt des Maibaum stellte man zum Entsetzen der Maidiebe, die das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachteten, eine Bohnenstange auf.

Doch es dauerte nicht lange, da kehrte der gestohlene Maibaum als Geschenk der Dremmener Bevölkerung ganz offiziell zurück nach Hühoven.

Dies war zugleich der Beginn einer Freundschaft zwischen den Dorfgemeinschaften, die in den vergangenen Jahren gepflegt wurde.