Oberbruch: Männergesangverein und Brass Band begeistern

Oberbruch : Männergesangverein und Brass Band begeistern

Erfolg und Applaus des Konzerts teilten sich paritätisch der Männergesangverein 1875 Dremmen und die Oldy Brass Band.

Beide Dirigenten (Kantor Dieter Schwaak und Jac Jütten) arbeiten seit Jugendzeit musikalisch eng zusammen und haben einen Hang zur Big-Band-Musik.

Damit befruchteten sie schon wiederholt gemeinsame Auftritte. Gleichzeitig bekräftigte der gastgebende MGV Dremmen seine künftig noch intensivere Zusammenarbeit mit dem Linnicher Männergesangverein, der sich mit ihm den Dirigenten teilt.

Das Konzertprogramm wurde von Linnich bereits erfolgreich aufgeführt. Dieter Schwaak nutzte die Gelegenheit, durch Nachwuchsmangel entstandene Lücken in der Besetzung durch Linnicher Sänger auszugleichen, was den Dremmenern sehr zugute kam.

Durch den Tod ihres langjährigen Dirigenten Wilfried Schmitz haben sie bittere Jahre hinter sich. Um so dankbarer war der Vorsitzende Jakob Hochhausen, dass trotz der jahrelangen Abstinenz die Besucher ihnen in großer Zahl die Treue gehalten haben.

„Mit Gesang und Swing”, so der Untertitel des Konzerts, versetzte man die Besucher in gute Laune. „Aus der Jugendzeit”, hätte der Titel genau so heißen können, warteten doch die Akteure am laufenden Band mit vertrauten Klängen der Vergangenheit auf.

Dabei verschafften sie sich jeweils gegenseitig längere Atempausen. Durch geschickte Aufstellung war ein reibungsloser Wechsel gegeben. Hinzu kam, dass der Chor vor der Bühne postiert wurde, was seiner Klangentfaltung dienlich war.

Die Brass Band wartete mit einem Ohrwurm nach dem andern auf und erfreute mit ihrem rhythmischen Wechselspiel. Jazz alternierte mit Bigband Musik nach der Devise Oldies, but Goldies.

Dabei kam die 15-köpfige Band hörbar mehr und mehr in Stimmung, fand immer wieder Gelegenheit, sich in wirkungsvollen Arrangements und kecken Soli auszuzeichnen, angefangen beim Leader, der es ebenso wenig lassen konnte, sich davon anstecken zu lassen.

Auch als Ruheständler erteilt er noch regelmäßig Instrumentalunterricht und behält sich seine Jugend. „What a wonderful world!” - um mit dem intonierten Louis-Armstrong-Revival zu kommen, kann man da nur feststellen. Im Übrigen war es hier der Trompeter Herbert Engel, der die Musiklegende virtuos nachzeichnete.

Mit ihrem ausführlichen Programm, vom Publikum mit spontanen rhythmischen Resonanzen quittiert, empfahl sich die Band für weitere Auftritte. Ihre Musik umfasst alles, was „in” war und ist.

Froh gelaunt präsentierten sich auch die Sänger und stiegen statt mit dem traditionellen Sängergrußes mit einem flotten Sängermarsch ins Programm ein. Die Band begleitete sie dabei wie auch bei anderen Beiträgen und verstärkte gleichzeitig den freudigen Schwung, der für die Musizierart des Dirigenten kennzeichnend ist.

Ein bunter Reigen an Volksweisen führte die Besucher vor allem in südliche und sonnige Gefilde, wo es sich halt lustiger und unbeschwerter sein lässt. Dabei spielten die persönlichen Vorlieben der Sänger wie ihrer Hörer sicher eine Rolle.

Aufmerksamkeit und Applaus bestätigten den großen Anklang. Die Qualität der Beiträge war für den Vorsitzenden der Beweis, auf richtigem Wege zu sein.