Logos Trio Salzburg glänzt beim Konzert

Logos Trio Salzburg glänzt beim Konzert

Kreis Heinsberg. Aller guten Dinge sind drei. Dies besagt schon ein altes Sprichwort, das sich das Logos Trio Salzburg scheinbar bei seiner Programmauswahl für das Meisterkonzert der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg zu Herzen genommen hatte.

Die drei Musiker, Georg Steinschaden (Klavier), Nanni Zimmerebener (Violine) und Detlef Mielke (Violoncello), hatten nämlich für das Konzert in der Erkelenzer Stadthalle drei exzellente Werke dreier berühmter Komponisten aus drei verschiedenen Epochen vorbereitet - sehr zur Freude des Publikums!

Klaviertrio von Mozart zur Eröffnung

Den musikalischen Abend eröffnete das Trio mit einem „Klaviertrio C-Dur KV 548” von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791), der zahlreiche Klaviertrios, darunter auch die so genannten klassischen Trios komponierte.

Den wesentlichen Part schrieb Mozart bei diesen Stücken immer dem Klavier zu, die beiden anderen Instrumente hatten dagegen zunächst nur eine rein begleitende Funktion. Dies änderte sich bei Mozarts Stücken erst im Laufe der Zeit, und später wurde den beiden anderen Instrumenten sogar an einigen Stellen der melodische Vorrang gelassen, was die Künstler Nanni Zimmerebener und Detlef Mielke mit ihrem Spiel wunderbar hervorhoben.

Von Johannes Brahms (1833 bis 1897) erklang ebenfalls ein „Klaviertrio B-Dur op. 18”, das von Theo Kirchner bearbeitet wurde. Dieses Stück hatte Brahms ursprünglich als Sextett für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli komponiert. Sein Originalwerk wurde 1860 in Hannover uraufgeführt. Mit Brahms Einverständnis übertrug Kirchner das Werk in eine Fassung für Klaviertrio.

Sehr melodisch und mit vielen Klangsteigerungen ist bereits der erste Satz, das Adagio, angelegt. Wunderschön anzuhören war auch der zweite Satz, das Andante, obwohl dieser sehr ernst und geradezu düster wirkte. Das Wechselbad der Gefühle machte der dritte Satz sogleich perfekt: Das Scherzo ist einfach und extrovertiert-fröhlich.

Das Publikum lauschte gebannt dem Finale, einem der sicherlich merkwürdigsten Schlusssätze, die Brahms je geschrieben hat. Die Künstler hatten keine Probleme bei der Umsetzung dieses durchaus anspruchsvollen Stücks.

Viel Beifall vom begeisterten Publikum

Als drittes und letztes Stück spielten die Musiker „Wem gehört der Mensch . . .” ein Trio für Violine, Violoncello und Klavier PWV 31 vom Tiroler Komponisten Werner Pirchner (1940). Viel Beifall spendete das begeisterte Publikum auch für dieses interessante und großartige Werk.