Erkelenz: Löschfahrzeug besteht die Feuerprobe

Erkelenz : Löschfahrzeug besteht die Feuerprobe

Es hätte keines Hinweises des Bürgermeisters auf die Wichtigkeit eines gut funktionierenden Brandschutzes bedurft: Einigen stand die Nacht noch im Gesicht geschrieben, als sie am Morgen zur offiziellen Übergabe des Hilfeleistungslöschfahrzeuges - im Feuerwehrdeutsch kurz HLF 20/16 - in der frisch gebügelten blauen Uniform vor der Erkelenzer Feuerwache antraten.

Der Einsatz bei der Bekämpfung des Feuers in der Ziegelei Gillrath war einer der größten, zu dem die Erkelenzer Wehr in diesem Jahr alarmiert wurde. „Das hätte auch ganz anders ausgehen können”, sagte Stadtbrandsinspektor Wolfgang Linkens, um gleich ein dickes Lob an seine Männer hinterherzuschicken: „Ihr habt einen Super-Job gemacht.”

Die Rauchentwicklung in Folge des Brandes in dem Klinkerwerk als weithin sichtbares Zeichen des Brandes sei so enorm gewesen, dass sogar die Klimaanlage im Erkelenzer Krankenhaus in ihrer Funktion beeinträchtigt worden sei.

Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen erinnerte daran, dass ein vernünftiger Brandschutz für die Bürger auch eine schöne Stange Geld kostet: „Aber das ist dem Rat über die Parteigrenzen hinweg wichtig”, sagte Jansen.

Erkelenz habe zwar „nur” 45.000 Einwohner, die seien aber auf 43 Ortschaften verteilt. „Im Brandschutzbedarfsplan ist der Rat die Verpflichtung eingegangen, Geld zur Verfügung zu stellen, damit die technischen Voraussetzungen für eine effektive Brandbekämpfung an jedem Ort der Stadt vorhanden ist”, sagte Jansen.

Für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeugt HLF 20/16 - vom Fahrgestellt her ein Mercedes Atego mit 280 PS - für den Löschzug Erkelenz-Mitte hat der Rat 309.000 Euro locker gemacht. Das neue Fahrzeug ersetzt zwei ältere Einsatzfahrzeuge: Einen Rüstwagen aus dem Jahr 1980 und ein Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1985. Der Wassertank fasst 2400 Liter, das Fahrzeug kann eine komplette Gruppe, also neun Feuerwehrleute, aufnehmen.

Bei der offiziellen Übernahme hatte das HLF 20/16 seine Feuerprobe sozusagen schon hinter sich: Seit Mitte Juni hat es sich in Einsätzen bestens bewährt. Zuletzt am Tag zuvor bei dem Großbrand in der Ziegelei Gillrath. Die Spuren des Einsatzes hatten die Feuerwehrkameraden allerdings flott beseitigt: Als der Geistliche das Fahrzeug einsegnete, zeigte es sich blitzblank von seiner besten Seite.