Kreis Heinsberg: Lob für die Arbeit des Integrationszentrums

Kreis Heinsberg : Lob für die Arbeit des Integrationszentrums

Integrationsstaatssekretärin Serap Güler aus dem neugeschaffenen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch im Rahmen ihrer Sommertour das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Heinsberg besucht. Ziel der Sommertour sei es, die Integrationsarbeit vor Ort persönlich kennenzulernen, betonte die Staatssekretärin.

„Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen“, sagte Güler. Als Gesprächspartner standen ihr Landrat Stephan Pusch, Dezernent Franz Josef Dahlmanns, Amtsleiter Leonhard Stepprath und die Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums beim Kreis Heinsberg zur Verfügung. Der Gesprächsrunde angeschlossen hatten sich der Bürgermeister der Stadt Heinsberg, Wolfgang Dieder (CDU), sowie die beiden Landtagsabgeordneten Bernd ­Krückel (CDU) und Stefan Lenzen (FDP).

Landrat Stephan Pusch (CDU) gab einen kurzen Überblick zur Entwicklung des vom Land geförderten Integrationszentrums im Kreis Heinsberg. Angesiedelt beim Amt für Bildung und Kultur, koordiniert, unterstützt und fördert es seit 2014 den Prozess der Integration der Menschen mit Migrationshintergrund in Kooperation mit den Städten und Gemeinden sowie den in der Migrationsarbeit tätigen Organisationen und Personen. Ein steter Ausbau der Stellen zeige die Bedeutung, welcher der Kreis Heinsberg in Abstimmung mit den Kommunen den Handlungsfeldern der Integration beimesse, so Pusch.

Die Handlungsfelder des Integrationszentrums im Kreis Heinsberg orientierten sich entlang der biografiebegleitenden Bildungskette. Dabei werde Integration als Querschnittsaufgabe verstanden, erklärten die Mitarbeiter des KI.

Für die Handlungsfelder Frühe Bildung (Kitas), Schule, Übergang Schule-Beruf und Komm-an berichteten die jeweilig zuständigen Mitarbeiter der Staatssekretärin. Es wurde ersichtlich, dass im Kreis Heinsberg die Schwerpunkte in der Arbeit des Integrationszentrums aktuell in der Entwicklung von Instrumenten und Informationen über die Kommunale Integrationsförderung liege, welche durch das geplante Integrationsportal gesichert werden solle. Ein weiterer Schwerpunkt liege in der Koordinierung von bestehenden Angeboten und der Vernetzung der Träger untereinander. Wichtig sei vor allem die sprachliche Förderung.

Auf die dezentrale Wohnraumunterbringung als eine der Besonderheiten bei der Integration der Flüchtlinge im Kreis Heinsberg wies Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder hin, während Abgeordneter Bernd Krückel darauf hinwies, dass die dörflichen Strukturen der Quartiere mit Kontakten durch Ehrenamtler und Vereine die Integration fördern würden.

Landrat Pusch formulierte die Erwartung, dass die Mittel für die Integrationsarbeit mit weniger starren Vorgaben zur Verfügung gestellt werden sollten.

Güler betonte, dass mit Blick auf die Konzepte und Projekte beim Kreis Heinsberg die Wertschätzung gegenüber dem Thema Integration zu verspüren sei und lobte die bisherige Arbeit. „Ich kann Sie beruhigen: Uns als neue Landesregierung ist das Thema Integration wichtig. An den bestehenden Programmen wird festgehalten. Die Förderung wird fortgesetzt. Wir arbeiten für die Integration an einer Konzeption, welche den Projektgedanken ablösen und langfristig bessere Planungssicherheit für die Kreise und Städte schaffen soll“, gab sie Einblick in die Pläne des Ministeriums.

(jwb)