Wassenberg: Lieder mit Engelsstimmen vorgetragen

Wassenberg : Lieder mit Engelsstimmen vorgetragen

Es bedurfte nicht der Kenntnis verschiedener Sprachen: Campanella, der weltberühmte Jugendchor aus Tschechien unter Leitung von Jiri Klimês, singt die weihnachtlichen Lieder aus aller Welt mit engelsgleichen Stimmen, die den Zutritt zu den Herzen der Zuhörer im voll besetzten Forum der Betty-Reis-Gesamtschule fanden.

Bereits vor drei Jahren hatten manche Zuhörer das Vergnügen, den Chor durch Vermittlung des Kulturfördervereins Wassenberg und des Quartettverein Myhl genießen zu können.

Inzwischen sind die Jugendlichen im schwarz-roten Dress älter geworden. Sie sind Teil eines 800 junge Mitglieder aus allen Ausbildungsstufen umfassenden Chores, der in der unüberhörbaren Tradition des K.u.K-Chorwesens der „Wiener Sängerknaben” Herausragendes und Stilbildendes in der Chormusik leistet.

Der Sopran - unterstützt von einigen Jungen mit Altstimmen - ist ein Hochgenuss ohne den geringsten Ausrutscher; die Soli einer jungen blonden Sängerin sind leuchtende Augenblicke höchster Sangeskunst.

Das sakrale Programm strahlt Innigkeit aus; das Liedgut im zweiten Teil mit Weihnachtsmusik aus aller Welt die Lebensfreude auch anderer Völker wie der südamerikanischen Völkerschaften.

Johannes Brahms muss diesen Chor im Sinn gehabt haben bei seinem „Wiegenlied”, das in dieser Interpretation zum Höhepunkt des Weihnachtskonzertes wurde.

Im „deutschen Teil”

Der Quartettverein Myhl, in dem Sänger aus 16 Ortschaften des Kreisgebietes hohe Sangeskunst vollbringen, war ein wunderbares Pendant zu diesem Sopran-Genuss der „Engelsstimmen”.

Hermann-Josef Kitschen und die Sänger hatten wochenlang an einem überwiegend neuen Repertoire mit Weihnachtsliedern aus aller Welt in Originalsprache geprobt. Im „deutschen Teil” brillierte einmal mehr das vielgerühmte „Piano” des Myhler Chores.

Die Solo-Auftritte und das gemeinsam gesungene „White Christmas” von Irving Berlin der Sopranistin machte die Musikfreunde erstmalig auch im Wassenberger Raum mit Susanne Peschen bekannt, die zusammen mit Regionalkantor Wilfried Kleinen als Klavierbegleiter dem Konzertteil der „Myhler” einen wunderbaren Akzent hinzufügte.

Hier bieten sich für die Zukunft weitere Gestaltungsmöglichkeiten im heimischen Raum an. „Campanella” setzte mit dem aus Sizilien stammenden „O du fröhliche” einen Schlusspunkt, der spontan von der Konzertgemeinschaft aufgegriffen wurde.

Quartettvereinsvorsitzender Norbert Rexing bedankte sich bei allen Mitwirkenden und nicht zuletzt beim begeistert mitgehenden Publikum.