Hückelhoven: Lernen kann auch richtig Spaß machen

Hückelhoven : Lernen kann auch richtig Spaß machen

Dass Lernen Spaß macht, haben die Schüler des Hückelhovener Gymnasiums im vergangenen Schuljahr eindrucksvoll bewiesen. In verschiedenen Disziplinen und der PISA-Studie zum Trotz nahmen sie an verschiedenen Wettbewerben teil und konnten teilweise beachtliche Erfolge erringen.

Da noch einige Urkunden für die Teilnahme verliehen werden mussten, wurde dies kurzerhand mit einer Präsentation der Arbeiten verbunden. Im Foyer der Aula zeigten die Schüler der verschiedenen Arbeitsgruppen an sieben Ständen, was sie im vorigen Schuljahr bewegte und beschäftigte.

Angetreten waren die Hückelhovener Gymnasiasten bei den Wettbewerben Jugend forscht, Chemie entdecken, Jugend testet, Freestyle Physics, der Mathe-Olympiade, dem Känguru-Wettbewerb und dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Ein Team um Lehrer Markus Gilges hatte sich mit den Möglichkeiten der Robotertechnik beschäftigt. Dabei mussten auf einem vorgefertigten „Spielfeld” innerhalb von zweieinhalb Minuten neun Aufgaben durch selbst gebaute Roboter aus handelsüblichen Legosteinen erledigt werden.

Beim Finale an der RWTH in Aachen schafften es die jungen Tüftler auf den 5. von 16 Plätzen. Dabei hatten sie erstmalig an diesem Wettbewerb teilgenommen. Der Roboter musste eine Kugel genau platzieren, eine Kiste schieben und andere Aufgaben erfüllen. Neben Informatik waren dafür auch Kenntnisse in Mathe und Physik nötig. „Die Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache”, betonte Gilges. „Ihre Ideen waren ziel- und problemorientiert.” Auch im nächsten Jahr wollen sie auf jeden Fall dabei sein.

Andere Schüler hatten sich mit durchaus praxisnahen Themen auseinander gesetzt. Die Achtklässler Murat Aktas, Erich Reinecke und Dominik Dickmann gingen zum Beispiel der Frage nach, wie verschiedene Blattmaterialien sich auf das Wachstum von Gras auswirken. Ihr Ergebnis: Buchenextrakt hemmt das Graswachstum am besten, hat aber den Nachteil, dass der Rasen schnell gelb wird. Einen ersten Platz bei „Jugend forscht” erreichten Jan Wizorek (Klasse 7) und Robert Zeidler (Klasse 6) mit dem Thema „Auftrieb im Windkanal”. Sie zeigten, dass neben der Form der Flügel auch ihr Neigungswinkel entscheidend sei, um ein Flugzeug in der Luft zu halten.

Nicht ganz so praxisnah war der europaweite Känguru-Wettbewerb der Mathematik. Trotzdem nahmen rund 50 Schüler aus Hückelhoven daran teil. Auch im kommenden Schuljahr wird das Gymnasium wieder mit vielen Gruppen an den unterschiedlichen Wettbewerben teilnehmen.