Leo Dautzenberg kommt es jetzt auf die Inhalte an

Leo Dautzenberg kommt es jetzt auf die Inhalte an

Kreis Heinsberg/Berlin. Unmittelbar nach der Bundestagswahl vom 18. September hatte sich der Heinsberger Wahlkreisabgeordnete Leo Dautzenberg (CDU) eindeutig gegen eine große Koalition ausgesprochen.

„Sie würde Stillstand bedeuten und nicht die notwendigen Reformmaßnahmen auf den Weg bringen”. Auch am Montag, nachdem sich die Spitzen von Union und SPD auf konkrete Verhandlungen für eine große Koalition verständigt hatten, war die Skepsis bei Dautzenberg weiterhin spürbar. „Die habe ich nach wie vor”, räumte er am Nachmittag in Berlin bei einem Telefongespräch ein.

Dass sich die Union mit ihrem Führungsanspruch auch in personeller Hinsicht durchgesetzt habe und damit Angela Merkel als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Kanzlerin werden könne, sei ein Erfolg für die Union. Dautzenberg bezeichnete es aber als „selbstverständlich”, dass die stärkere Gruppierung in einer Koalition das Kanzleramt besetze.

Für Dautzenberg ist nun entscheidend, „was inhaltlich in den Koalitionsverhandlungen erreicht werden kann. Wenn sich die SPD inhaltlich nicht bewegt, wird es schwierig. Wir müssen die Probleme unseres Landes lösen.”