Kreis Heinsberg: Leitungstraining für Frauen: „Führen durch Kommunizieren”

Kreis Heinsberg : Leitungstraining für Frauen: „Führen durch Kommunizieren”

„Führen durch Kommunizieren”: Unter diesem Motto stand ein Leitungstraining für Frauen der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Heinsberg. Die Vorsitzende der ASF, Ilse Lüngen, durfte fast 20 Teilnehmerinnen, Genossinnen, aber auch Nichtmitglieder, begrüßen.

„Das ist bereits die zweite Veranstaltung im Ortsverein Wegberg; dafür möchte ich der ASF recht herzlich danken”, erklärte Nicole von den Driesch, Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeisterin.

Durch das Programm führte Prof. Dr. Dieter Kayser, Psychologe von der Fachhochschule Bochum. Zum Einstieg wurden die Arten der Kommunikation erläutert. Erst das Gesamtbild von Worten und Körpersprache ergebe eine vollständige Botschaft. Entscheidend für den Ausgang eines Gesprächs seien die persönlichen Beziehungen zwischen den Gesprächspartnern und ein aktives Zuhören.

In einer Gruppenübung wurde die Bedeutung dieses aktiven Zuhörens gerade als Ausdruck der Wertschätzung der Gesprächsteilnehmer herausgearbeitet. Beispiele des aktiven Zuhörens sind die Bezugnahme auf den Vorredner, das Festhalten von Ergebnissen und die Form der Fragestellung bei Aussagen der Gesprächsteilnehmer. Offene Fragen ermöglichen die Fortführung einer Diskussion; geschlossene Fragen sorgen oftmals für ein Ausbremsen eines Gesprächs.

Aber nicht nur der Umgang der Gesprächsteilnehmer miteinander, sondern auch die Moderation einer Diskussion nimmt eine besondere Rolle ein. Nur klare und zuvor vereinbarte Regeln können für einen mehrheitlich akzeptierten Gesprächsablauf und damit auch für Diskussionsergebnisse sorgen. Das verlangt Disziplin von den Teilnehmern und auch ein Zurücknehmen im Verlauf einer Debatte, ohne dadurch schon den eigenen Standpunkt abschwächen zu müssen.

Anhand der Maßnahmen, die erforderlich sind, um sich heillos zu zerstreiten, wurde deutlich gemacht, was eine Diskussion keinesfalls bieten sollte. Letztlich entscheidet die Kommunikationskultur mit darüber, ob sich mehrheitsfähige Ergebnisse am Ende einer Diskussion finden lassen.