Kreis Heinsberg: Lebenshilfe will Teilhabechancen schaffen

Kreis Heinsberg : Lebenshilfe will Teilhabechancen schaffen

Nach den Vorschriften des TÜV ist die Aktenvernichtung in der Lebenshilfe-Werkstatt für behinderte Menschen in Erkelenz erfolgreich rezertifiziert worden. Die 25 Mitarbeiter mit Behinderung haben im vergangenen Jahr mehr als 60 Tonnen Akten vernichtet.

Zur Kundschaft gehören Anwaltskanzleien, Ämter und Behörden, Krankenhäuser oder Kunden aus Industrie und Handwerk aus dem Kreisgebiet. „Für unsere Kunden ist es wichtig, dass wir die hohen Ansprüche an Qualität und Professionalität in Bezug auf den Datenschutz garantieren können“, erklärte Thorsten Manguay, verantwortlich für das Qualitätsmanagement bei der Lebenshilfe Heinsberg. Die professionelle Aktenvernichtung unterliegt den Richtlinien des Bundesdatenschutzgesetztes, wird jährlich nach der ISO 9001-Norm auditiert und alle drei Jahre neu zertifiziert.

Überprüft werden unter anderem Arbeitsabläufe, Dokumentation, Datenschutz und Arbeitssicherheit. „Die Prüferin war streng“, berichtete Mitarbeiter Stefan Rossow. „Sie wollte genau wissen, wie sicher und abgeschirmt unser Arbeitsbereich ist, zu dem andere Kollegen oder Besucher keinen Zugang haben. Dann überprüfte sie den Schredder-Vorgang bis zur Entsorgung der Papierreste. Aber sie war sehr zufrieden mit unserer Arbeit, und das macht uns stolz!“

Die Werkstatt für behinderte Menschen ermöglicht berufliche Förderung in ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen. „Wir schaffen Teilhabechancen am Arbeitsleben für Menschen mit körperlich-geistigen Behinderungen, die aufgrund ihrer Behinderung noch keine Arbeitsstelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden“, so Dirk Voß, Leiter Arbeit und Technik. „Durch unterschiedlichste Arbeitsangebote in den vielfältigen Produktions- und Dienstleistungsbereichen der Werkstattbetriebe in Heinsberg und Erkelenz oder auf betriebsintegrierten Arbeitsplätzen in Unternehmen aus der Region Heinsberg entdecken die Mitarbeiter ihre beruflichen Interessen. Sie werden geschult und übernehmen Verantwortung in Ihrem Arbeitsbereich mit dem möglichen Ziel einer Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.“