Hückelhoven: Lebenshilfe: Neubau für betreutes Zusammenleben behinderter Menschen

Hückelhoven : Lebenshilfe: Neubau für betreutes Zusammenleben behinderter Menschen

Neun Standorte für Betreutes Wohnen unterhält die Lebenshilfe bereits im Kreis Heinsberg. Der zehnte, der in wenigen Monaten dazu kommt, ist ein ganz besonderes Haus: Es wird kreisweit das erste Objekt sein, in dem behinderte Menschen in Gruppen zusammen wohnen.

Beim ersten Spatenstich am Freitag Morgen an der Lövenicher Straße 14 in Baal herrschte nicht nur im übertragenen Sinne Sonnenschein. „Wir hoffen, dass die Bewohner des neuen Hauses Heiligabend ihre Eltern zur Weihnachtsfeier einladen können”, sagte Ellinore Laube. Sie ist Bauherrin des Objektes, das nach den Worten des Architekten Wolfgang Emondts „zwischen 450.000 und einer halben Million Euro kosten wird”.

Auf drei Etagen werden in dem Wohnhaus sechs mehrfach schwerstbinderte oder grenzwertig geistig behinderte junge Menschen zwischen 20 und 22 Jahren mit pädagogischen und pflegerischen Betreuern ein Zuhause finden.

„Die jungen Leute, die dort einziehen, kennen sich schon seit Jahren aus der Schule oder aus der Werkstatt in Oberbruch”, sagt Jürgen Bock, der bei der Lebenshilfe für den Bereich betreutes Wohnen zuständig ist. Sie wohnen jetzt noch bei ihren Eltern. Erklärtes Ziel der Betreuung ist es, die jungen Menschen so weit zu bringen, dass sie ihr Leben selbst organisieren und irgendwann ganz alllein in eine eigene Wohnung einziehen können.