Doveren: Laubfrösche setzen zum Sprung an

Doveren : Laubfrösche setzen zum Sprung an

Die „Laubfrösche” sind startklar: Mit großer Vorfreude warten Kinder und Eltern auf den Bewilligungsbescheid für die Betriebskosten und für den vorzeitigen Baubeginn für die Blockhütte des Waldkindergartens in Doveren.

Wie die dafür bereits gegründete Elterninitiative, die die Trägerschaft mit Unterstützung und Fachberatung des AWO-Kreisverbandes übernimmt, wird das zweite naturnahe Betreuungsprojekt auf Kreisebene auf den Namen Laubfrösche getauft.

Der Sozial- und Jugendamtsleiter Edmund Zaharanski teilte auf Anfrage mit, dass die Eröffnung spätestens Anfang August erfolgen kann. In Kürze sei mit dem Abschluss des etwas komplizierten Genehmigungsverfahren für die Betriebskosten und des investiven Zuschusses für die Kosten von rund 25 000 Euro für die die Blockhütte durch das Landesjugendamt zu rechnen.

Vom Elternverein sei bereits signalisiert worden, dass die Laubfrösche dann unverzüglich und unabhängig von den laufenden Sommerferien auf dem Gelände hinter der Turnhalle der Grundschule starten. Zaharanski begrüßte, dass durch die AWO als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege „eine vernünftige Beratung garantiert ist”.

Das Konzept für das etwas exotische Doverener Projekt der Kinderbetreuung entwickelte Bettina Löpers, die bereits als Elternratsvorsitzende und Initiatorin des Waldkindergartens Waldgeister in Rickelrath gute Erfahrungen sammelte. Klar, dass ihre beiden Söhne dort natürlich selbst zu den Waldgeistern gehören.

Als Bettina Löpers sich in ihrem Beruf als Diplom-Sozialpädagogin verändern wollte, schrieb sie ein Konzept und reichte es bei der Stadt Hückelhoven ein, um sie als Kooperationspartner zu gewinnen. „Alle waren von der Idee begeistert und haben bisher super Unterstützung geleistet”, freute sich die engagierte Mutter und leitete die Schritte zur Vereinsgründung ein, um eine Elterninitiative als Träger zu bekommen.

Die Blockhütte als Treffpunkt und Unterschlupf bei allzu unbeständigem Wetter wird hinter die Turnhalle der Grundschule aufgestellt, wo auch die städtische Waldgrundstücke genutzt werden dürfen. Es werden 15 bis 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aufgenommen. Ihre Kindergartenzeit werden sie ohne Wände und Türe erleben werden.

Dafür in Eingebundenheit mit der Natur unter offenem Himmel und zur hellen Jahreszeit mit Laubdach. „Die Kinder werden dort nicht, wie von einigen Eltern zunächst befürchtet verwahrlosen”, betont Bettina Löpers, die die Leitung übernimmt und ergänzt: „Sie werden spielen, toben, basteln, singen, ein sinnvolles Miteinander erleben, Ausflüge machen, soziale Regeln lernen und vieles mehr tun.”

Hildegard Schmidt, Vorsitzende der Elterninitiative, verfügt bereits jetzt schon über eine Warteliste mit 35 Anmeldungen aus dem gesamten Hückelhovener Stadtgebiet.