Hückelhoven-Doverheide: Langlebig und tragfähig: Neue Fußgängerbrücke über die Rur

Hückelhoven-Doverheide : Langlebig und tragfähig: Neue Fußgängerbrücke über die Rur

Fußgänger und Radwanderer haben nun wieder einen direkten Weg über die Rur. Denn zwischen Doveren und Hilfarth gibt es wieder eine Fußgängerbrücke.

Im Mai vorigen Jahres war der alten Brücke an dieser Stelle akute Einsturzgefahr bescheinigt worden. Darüber hinaus war das 25 Jahre alte Holzbauwerk mit knapp 40 Tonnen rund 60 Prozent schwerer als zulässig. Deshalb hatte sich der Rat gegen eine Renovierung der Brücke und für einen „Neubau” entschieden.

Nach der Ausschreibung der Arbeit und einer Prüfung der Angebote hatte man sich Ende März im Rat und dem Fachausschuss für das Angebot der Firma Glück aus Engen-Welschingen entschieden.

Die Aluminiumkonstruktion kostete rund 200.000 Euro und wurde innerhalb eines Monats erstellt. „Brücken sind immer wichtig. Vor allem zwischen Doveren und Hilfarth”, erklärte Bürgermeister Bernd Jansen bei der Eröffnung des Bauwerkes.

Die intensiv blau und rot abgesetzte Konstruktionselemente setzen einen farblichen Kontrastpunkt in die Landschaft. Dies war seitens der Stadt ganz bewusst so gewählt worden, wie Jansen erklärte. „Wir wollten Akzente setzen. Darüber hinaus finden sich die Farben auch im Logo der Stadt wieder.”

Der Vorteil der Brücke gegenüber einer Holzbrücke sei vor allem in der Langlebigkeit zu sehen, wie Jansen bei der Einweihung betonte. Dies unterstrich auch der planende Ingenieur Heinz Willard, der dem Bauwerk eine rund fünfmal längere Lebensdauer einer herkömmlichen Holzkonstruktion bescheinigte. Eine gleich große Stahlkonstruktion wäre mit rund 400000 Euro Gesamtkosten doppelt so teuer ausgefallen.

Die Brücke wurde am 8. Juli mit einem Kran aufgestellt, nachdem die Konstruktion in der Nacht zuvor bereits unter großer Anteilnahme der Anwohner an Ort und Stelle geschafft worden war. Beim offiziellen Akt zur Einweihung der Brücke sprach Bürgermeister Bernd Jansen vor allem von der „regionalen Bedeutung für das Rad- und Wanderwegenetz und der damit verbundenen touristischen Bedeutung” des neuen Überwegs.

Zur Einweihung lud der Bürgermeister die rund hundert Zuschauer ein, gemeinsam die Tragfähigkeit der Brücke unter Beweis zu stellen, was diese auch gerne taten. Von der Hilfarther Seite aus kam ihnen Heinz Dohmen mit einem Tablett Sekt entgegen, um gemeinsam auf die neue Verbindung der beiden Ortsteile anzustoßen.