Kreis Heinsberg: Landschaftsbeirat setzt auf bewährte Kräfte

Kreis Heinsberg : Landschaftsbeirat setzt auf bewährte Kräfte

Der Landschaftsbeirat bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg setzt auf bewährte Kräfte. „Wiederwahl“ war das Votum der Mitglieder bei der konstituierenden Sitzung dieses Gremiums, als es darum ging, den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter für die nächsten sechs Jahre zu wählen.

Im Kreishaus begrüßte Dezernent Josef Nießen die bislang 15 Mitglieder des Landschaftsbeirates, der sich aus Vertretern der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und Jagd, der Sportvereine und der Naturschutzverbände zusammensetzt. Der BUND muss seinen Vertreter noch nachbenennen.

Als ältestes Beiratsmitglied leitete Karl Dohmen die beiden geheimen Wahlgänge. Da ein Mitglied nicht anwesend war, wurden jeweils gültige 14 Stimmen abgegeben. Davon entfielen 14 Ja-Stimmen auf den neuen und alten Vorsitzenden Josef Schmitz; er ist ­Agraringenieur und lebt in Waldfeucht. Zu seinem Stellvertreter wurde Wolfgang von der Heiden, Förster aus Geilenkirchen-Gillrath, mit 13 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gewählt. Traditionell stellt die Verwaltung die Schriftführer. Auch da wurden die Amtsinhaber bestätigt. Dezernent Josef Nießen fungiert weiterhin als Schriftführer, Amtsleiter Günter Kapell als sein Stellvertreter.

Im Bericht der Verwaltung gab Dezernent Nießen dem Landschaftsbeirat den Sachstand zur „Strukturvision Schiefergas“, sprich zu den Fracking-Plänen in den Niederlanden bekannt. Der Landrat hatte in seiner Stellungnahme der niederländischen Verfahrensbehörde den einstimmig gefassten Beschluss des Kreistags übermittelt, dass die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten mit Hilfe des Fracking-Verfahrens im niederländischen Grenzgebiet zu Deutschland wegen der nicht einschätzbaren Risiken für Mensch und Natur im Kreis Heinsberg abgelehnt werde.

Als ehrenamtliches Bindeglied zwischen Bürger und Verwaltung soll die Landschaftswacht helfen, Schäden von Landschaft und Natur abzuwenden. Für dieses gesetzlich geregelte ehrenamtliche Engagement würden zurzeit geeignete Personen gesucht, wie Dezernent Nießen dem Landschaftsbeirat mitteilte.

(defi)