Kreis Heinsberg: Landrat: Verpachtung der West-Energiesparte „richtiger Weg”

Kreis Heinsberg : Landrat: Verpachtung der West-Energiesparte „richtiger Weg”

Als „richtigen Weg” hat Landrat Stephan Pusch am Montag im Heinsberger Kreishaus die Verpachtung der Energiesparte von West Energie und Verkehr (West) an die Niederrheinische Versorgung und Verkehr (NVV) bezeichnet.

Pusch brachte seine Freude über das Verhandlungsergebnis zum Ausdruck. Die Tatsache, dass im Gesellschafterkreis der Kreiswerke Heinsberg (KWH), in dem neben dem Kreis die kreisangehörigen Kommunen sowie die Gemeinde Niederkrüchten (Kreis Viersen) vertreten sind, eine über 90-prozentige Zustimmung für das Verpachtungsmodell zustande gekommen sei, zeige, dass dieses Ergebnis auch von den Entscheidungsträgern gut geheißen werde.

West gehört zu jeweils 50 Prozent KWH und NVV. Der siebenjährige Pachtvertrag tritt rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft - mit einer garantierten Pacht in Höhe von jährlich acht Millionen Euro, welche von der NVV an die KWH-Seite gezahlt wird.

Als Grund für die Verpachtung wurde die Entwicklung auf dem Energiemarkt angeführt: Der Wettbewerb im Strom- und Erdgasvertrieb verschärfe sich zunehmend. Und die Netznutzungsentgelte würden nachhaltig gesenkt.

Durch die Umsetzung des Pachtmodells versprechen sich sowohl West als auch NVV die Nutzung von Synergien und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, wie West-Geschäftsführer Markus Palic und NVV-Vorstandsvorsitzender Friedhelm Kirchhartz betonten.

Während sich für die Strom- und Gaskunden der West de facto nichts ändere, werde das Personal aus dem Energiesektor der West zur NVV wechseln. Es werde auch Versetzungen geben; von Erkelenz nach Mönchengladbach und umgekehrt sowie auch kreisintern.

Als wesentlicher Kernpunkt des Interessenausgleichs- und Sozialplans wurde eine Beschäftigungsgarantie für die betroffenen Mitarbeiter bis 2015 herausgestellt.