„Kyrill” sorgt für 286 Einsätze im ganzen Kreis

„Kyrill” sorgt für 286 Einsätze im ganzen Kreis

Geilenkirchen / Gangelt / Übach-Palenberg. Der Orkan „Kyrill” wütete auch noch in der Nacht zum Freitag. Die Feuerwehren in Geilenkirchen und Übach-Palenberg mussten sogar am Freitagmorgen noch zu Sturmschäden ausrücken.

Schwerpunkte waren naturgemäß entwurzelte und umgekippte Bäume, die auf öffentliche Verkehrswege oder Hausdächer stürzten. Um die zahlreichen Bäume zu beseitigen, kamen Motorsägen zum Einsatz.

Es gab aber auch außergewöhnliche Einsätze. So war in Gangelt ein Trampolin vom Wind in einen Baum geweht worden. In Übach hatte eine Windböe einen Carport aus der Verankerung gerissen und durch die Luft geschleudert. Dabei wurde auch eine Hauswand beschädigt.

Forstamtmann Wolfgang von der Heiden warnt die Menschen derweil vor dem Betreten von Wäldern im Kreisgebiet. „Das ist lebensgefährlich”, warnt der Förster, nachdem er die Waldgebiete nach dem Sturm „begutachtet” hatte.

Jogger und Spaziergänger müssten jederzeit damit rechnen, dass unvermittelt Äste herabstürzen oder Bäume ganz umkippen. Unzählige Bäume seien durch den Orkan schwer angeschlagen und „hingen nur noch an einem seidenen Faden”.

Nach Angaben der Kreisleitstelle in Erkelenz hat es im Kreis Heinsberg in der Zeit von Donnerstag, 11 Uhr, bis Freitag, 7 Uhr, insgesamt 286 sturmbedingte Einsätze der Feuerwehr gegeben. Weitere folgten noch am Vormittag. Der Schwerpunkt der Einsätze lag - wie die Pressestelle des Kreises Heinsberg mitteilte - im Raum Wegberg, Erkelenz und Hückelhoven. Personen sind im Kreis Heinsberg durch „Kyrill” nicht zu Schaden gekommen.