Erkelenz-Kückhoven: Kückhoven und Immerath sind ab 2009 eine Pfarrei

Erkelenz-Kückhoven : Kückhoven und Immerath sind ab 2009 eine Pfarrei

In den vergangenen Wochen fanden in den Pfarren Immerath und Kückhoven Pfarrversammlungen statt, in denen die Pfarrangehörigen über die von allen verantwortlichen Gremien beschlossene Fusion beider Pfarrgemeinden informiert wurden.

Im Zuge der Umsiedlung durch den Braunkohletagebau Garzweiler II wird Immerath (neu) auf Kückhovener Pfarrterritorium errichtet. Die Zeiten seien schon längst vorbei, in denen auch mit besonderem kirchlichem Engagement gegen die drohende Umsiedlung und gegen die Erweiterung des Braunkohletagebaues Garzweiler II gekämpft wurde, erklärte Pfarrer Günter Salentin als Vertreter der Pastoral-Gruppe Erkelenz in Belangen der Umsiedlung im Pressegespräch im Kückhovener Pfarrhaus.

Dabei war die Pfarre Kückhoven eine der Keimzellen des Widerstandes gegen Garzweiler II. Ursprünglich war die Pfarre Kückhoven selbst auch durch den Tagebau bedroht. Auf Ebene der katholischen Kirche haben die Verantwortlichen aus den kirchlichen Gremien nun die Zukunft in den Blick genommen.

Die Entscheidung zu einer gleichberechtigten Fusion beider Pfarren zu einer neuen Pfarre ab 1.Januar 2009 sei demnach folgerichtig und keine Überraschung. Im vergangenen Jahr hätten sowohl die Pfarrgemeindenräte als auch die Kirchenvorstände beider Pfarren einstimmig für eine solche Fusion gestimmt.

Die beiden Pfarren werden sich zum 1. Januar 2009 auflösen, um im gleichen Moment eine neue Pfarre „St. Servatius und St. Lambertus” zu bilden, deren Territorium dann das bisherige Pfarrgebiet von Kückhoven und Immerath-Neu umfassen wird. Im Zuge dessen wird ein neuer Kirchenvorstand gewählt.

Vorgesehen sei, so Pfarrer Salentin, dass die kirchlichen Räumlichkeiten (Kapelle) in Immerath (neu) von einem nicht selbständigen Kapellenvorstand unter der Aufsicht des neuen Kirchenvorstandes verwaltet werden. Die Entschädigungssumme, die Immerath von RWE-Power erhalten wird, fließt nicht ins Bistum Aachen und auch nicht in den Kckhovener Pfarrteil. Dazu erklärte Theo Küppers, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Immerath, dieses Geld diene ausschließlich der Errichtung und Erhaltung beziehungsweise Unterhaltung der Kapelle für mindestens 90 Jahre.

Heinzgerd Dewies, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender von Kückhoven, erklärte: „Was Kückhoven im kirchlichen Bereich bereits zu bieten hat, muss nicht in Neu-Immerath zusätzlich vorhanden sein. Was sinnvoll neu errichtet wird, schließt zugleich eine Lücke im bisherigen Raumangebot von Kückhoven.”

Auf diesem Weg könnten sich beide kirchliche Standorte sinnvoll ergänzen. Auf die Ehrenamtlichen komme eine Menge Arbeit zu, betonte Pfarrer Salentin, deshalb sollten alle den Blick nach vorne richten.